Das Rennen auf dem Rücken und gleichzeitig boxen machte Spass


Im heutigen Training wurde mehr als sonst gelacht, es machte einfach Spass. Im Grunde waren es recht anspruchsvolle Minuten, die Kondition wurde überdurchschnittlich gefordert. Doch gut verpackt, richtig taxiert und allen ging es wunderbar. Das Thema in der heutigen Einsteigerlektion war die Verteidigung gegen zwei lästige Angreifer. Gleich von Anfang an baute ich Elemente ein wo man sich auf zwei Personen konzentrieren musste. Der eine Trainingspartner kam mit den Pratzen, dort galt es Faustschläge abzusetzen, der andere Partner kam mit dem grossen Schlagkissen, dort galt es zu kicken. Wobei derjenige mit dem Schlagkissen dauernd seine Position verändern musste. Um die Kicks zielsicher zu schlagen, dies auf unterschiedliche Distanzen, galt es darauf zu achten, dass man zuerst das Knie anzog bevor das Bein ausgestreckt wurde. Zwischendurch gab es zur Auflockerung noch ein spezielles Rennen. Auf dem Rücken liegend, der Partner hielt das Kissen auf Kopfhöhe Richtung Boden, musste man Boxen und schlangenmässig den Körper mit den Beinen dem Boden entlang schieben. Ja, da konnte man wieder einmal sehen, die Älteren unter uns fallen keneswegs ab… eine Frau mit Jahrgang 67 gewann das Rennen souverän. So cool!  Mit Kicks, rückwärts auf den Händen und Beinen gab es auch noch ein weiteres Rennen, welches meine Tochter gewann, sorry, wie kann es auch anders sein, grins. Weil alle so aktiv mitmachten, gab es zur Belohnung noch eine Staffel. Auf den Händen tragend musste man in der Dreiergruppe seinen Trainingspartner auf die andere Seite transportieren. Teamarbeit war gefragt und es funktionierte sehr gut. Weiter ging es danach mit möglichen Reaktionen am Boden als Schutz gegen Fusstritte Richtung Kopf. Block und Hebel als Antwort, der Angreifer war damit ausser Gefecht. Doch von hinten kam noch ein weiterer Angreifer, den musste man mit dem Bein blockieren und mit einem Beinhebel den Takedown einleiten. Danach konnte man aufstehen und wegrennen. Zur Entspannung  gab es nochmals „Kissenkicken und Pratzenboxen“ im Intervall. Zwischen den beiden Techniken musste man noch abliegen und die Klappmesser-Bauchübung ausführen, dabei blieb kein T-Shirt mehr trocken. Es war ein super Training! Intensiv und für alle war etwas dabei.

Im Advanced-Training ging es dann mit der Schutzausrüstung weiter. Es ging heute wieder darum, dass man sich vom Angriff nicht ablenken lassen sollte. Egal wie der Angreifer zuschlägt, die eigene geplante Block und die Schlagkombination wurde konsequent durchgeführt und dabei musste man seitlich vorwärts im Y-Schritt gegen den Angreifer laufen. Nicht einfach, denn schnell passierte es, dass man statt zur Seite gerade nach hinten auswich, was natürlich schlecht war. Doch dank den vielen, vielen Wiederholungen ging es immer wie besser. Insgesamt übten wir zwei unterschiedliche Abläufe mit sehr ähnlichen Bewegungsprinzipen. Der Erfolg lag, wie eigentlich immer, im Detail. Erst nachdem alle Details meinerseits erwähnt wurden, funktionierte der Auflauf reibungslos. Ich mache es oft so, dass ich zuerst einen Teil erzähle, dann den groben Ablauf üben lasse und erst dann den nächsten Teil aufzeige, etc. So sind am Schluss alle Informationen vermittelt. Diese Stufen-Methode hat sich sehr gut bewährt. Schweissgebadet konnten wir unsere Rüstung ausziehen und duschen gehen. Ein zufriedener Abend war zu Ende, es war schön mit euch!

Über kravmagaschule

Krav-Maga-Self Protect, Selbstverteidigung mit System.
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