Happy New Year

Soeben aus aktuellem Anlass eine passende Neujahrskarte erstellt. Die Aufnahme vom Sprung entstand im November 2018 in der Krav Maga Schule anlässlich eines Tests. Mit zwei kleinen Blitzgeräten und dem Hähnel-Auslöse-System wollten wir testen, wie kurz man die Verschlusszeit einstellen kann, um einen Sprung in der Bewegung einzufangen. Vor Jahren war es noch unmöglich, eine derartige Aufnahme im Innenraum ohne Bewegungsunschärfe zu erstellen. Mit den kleinen Helfern von Hähnel ging es aber problemlos. Umgekehrt verhielt es sich mit dem Sprung. Vor über dreissig Jahren konnte ich noch um einiges höher springen. Die Hintergrundaufnahme entstand in Florida, als wir im Mai 18 dort in den Ferien waren. Alles hat gepasst und in wenigen Minuten entstand diese Karte, mit der ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen kann.

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Trainings-Memo 23. November 18 in Zürich

An diesem Freitag startete mein langes Wochenende in Zürich. Einige Termine, Kurse und Einzellektionen warteten auf mich. In solchen Fällen nehme ich meinen Wohnwagen mit und bleibe meistens bis am Dienstagmorgen dort. Schon am Nachmittag war ich in Wollishofen auf dem Campingplatz.
Zu meinem Erstaunen war der Campingplatz bis am Abend voll, fast wie in der Hochsaison.

Den Wohnwagen unter den Baum zu stellen war keine gute Idee. Es regnete die ganze Nacht und unter dem Baum tropfte es auch nach dem Regen weiter. Daraus habe ich gelernt, das werde ich künftig unterlassen, denn die grossen Tropfen weckten mich immer wieder.

Die Freitagabend Lektion wurde mittelmässig besucht. Das schöne war, dass Personen kamen, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Immer wenn die Gruppe klein ist, gehe ich mehr ins Detail und verlange perfektere Ausführungen bei den einzelnen Techniken. Es bleibt jeweils mehr Zeit, um jedem einzelnen einen hilfreichen Tipp geben zu können.
Damit alle sich steigern konnten, blieben wir relativ lange bei derselben Technik. Nach dem Aufwärmprogramm übten wir intensiv den Lowkick. Dort ging es darum etwas „Dampf“ in diesen Kick zu generieren. Ich zeigte wie wichtig es ist, dass man sich nicht auf den Fuss (Schlagfuss) konzentrieren sollte, sondern auf das Knie, welches eine Kreisbewegung ausführen muss. Sobald das Knie über der Zielachse hinaus war, sollte das Unterbein kurz ausgestreckt werden und sofort wieder zurückgezogen werden. Mit der kreisförmigen Knie- und Körperdrehung gelang es, die Schlagkraft zu erhöhen, treffen sollte dann das Schienbein.
Wie man dann einen Lowkick im Nahkampf einbringen kann und welchen Vorteil dadurch entsteht, zeigte ich mit ein paar Konterübungen. Ein einfacher Angriff und eine schnelle Kontertechnik mit anschliessendem Lowkick auf das gegnerische Knie. Die Reaktion, sein Einknicken nutzten wir dann für den Takedown; das wiederholten wir mehrmals. Einen Schlussdrill brauchte es nicht mehr. Mit all den Wiederholungen ging uns allen langsam die Energie aus und mit gutem Gewissen konnten wir ins wohlverdiente Wochenende starten. Ausser ich, denn am Samstag musste ich noch nach Liestal.

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Trainings-Memo 22. November 18 in Bern

Zu Beginn, Thierry kam an diesem Abend als letzter und spontan kam mir die Idee ihn zu überraschen (verarschen). Alle die schon da waren versteckten sich schnell in der Damengarderobe versteckt.
Thierry betrat den Raum und ich erzählt ihm, dass er heute wohl der einzige Teilnehmer sein würde. Sein Gesichtsausdruck war sehr amüsant! Er zog ein langes Gesicht und wollte umkehren und wieder nach Hause gehen. Als er dann einen Blick in die Männergarderobe warf, sah er die vielen Kleider und dann flog mein Schwindel auf und alle kamen lachen aus der Damengarderobe. Das war ein lustiger Start, es hat allen Spass gemacht. Nun konnte es los gehen und wir sind gemeinsam in Bern kravmagamässig durchgestartet.

Nach ein paar Aufwärmbewegungen ging es dann mit Schattenboxtechniken und Ellenbogenschläge los. Gleich anschliessend zeigte ich ein paar Möglichkeiten wie man sich erfolgreich befreien kann, wenn man am Arm oder am Handgelenk gehalten wurde. Statt, wie vom Angreifer erwartet, zogen wir den Arm nicht weg. Ganz im Gegenteil wir gingen gleich auf den Angreifer los. Von dieser Aktion überrascht war die anschliessende Befreiungstechnik relativ einfach. Aber nach der Befreiung hiess es den Angreifer zu kontrollieren. Entweder mit Schlägen oder mit der offenen Hand von weiteren Attacken abzubringen. Insgesamt übten wir nur zwei Handgelenkbefreiungssituationen. Einmal die Variante über Kreuz und einmal wenn man doppelhändig festgehalten wurde. Bei den Folgetechniken, wie man sich nach der der Befreiung verhalten sollte, waren wir dann kreativer. Die Fortgeschrittenen durften sogar Takedowns einbauen. Wer dies konnte, versuchte sich auch gleich noch mit den Fixiertechniken vertrauter zu machen. Alles funktionierte sehr gut, die Fortgeschrittenen waren unter sich und die Anfänger konnten in aller Ruhe um die Details kümmern. Beim Schlussdrill ging es dann darum zu schauen was man noch abrufen konnte. So musste man sich mit Liegestützen und auf mein Kommando aufstehen und sich auf den jeweiligen Handgelenk-Attacke konzentrieren. Die Entspannungsübung am Schluss war freiwillig, denn es war schon etwas spät. Immer mehr schaffen es durchzuhalten, toll! Das ist dein Lohn für deine Ausdauer!

In der zweiten Lektion übten wir Pistolenbefreiungen. Vor allem diese bei denen man von der Seite her bedroht wurde. Eine ganz besondere Situation üben wir immer und immer wieder. Wenn jemand mit der Pistole auf dich zu läuft und verschiedene Drohungen ausspricht. Bei dieser Entwaffungstechnik geht es um eine übermässige Schnelligkeit und einem gezielten Faustschlag. Selbstverständlich übten wir die Variante mit dem Faustschlag nur mit den Leuten die auch bereits eine Schutzausrüstung besitzen. Steffen wollte es wissen und verlangte von mir eine kleine Demo. Ohne zu wollen hat ihn der schnelle Faustschlag trotz Helm umgehauen.

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Trainings-Memo 21. November 18 in Herzogenbuchseee

In Herzogenbuchsee besuchten alles erfahrene Leute das Training und das passte super zur geplanten Lektion. Wir übten clevere Konterabläufe gegen Faustattacken. Danach ging es um die Meidbewegung bei einem Messerangriff Stich Nr. 4. Es ging darum, dass die Fingerspitzen nach unten zeigen mussten und wie man allenfalls den Messerarm festhalten kann. Auch habe ich eine mögliche Variante mit einem Takedown gezeigt. Relativ schnell wurde die Trainingsaufgabe umgesetzt. Ganz kurz konnte ich auch von diesem Training ein paar Bilder einfangen, was mir leider ja nicht immer möglich ist. Am Schluss gab es noch unser beliebtes Handschuhsparring. Damit konnten sich alle noch etwas auspowern. Es war ein spannender Mittwochabend. Ich liebe es mit euch zu trainieren!

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Trainings-Memo 20. November 2018 in Bern

Wir starteten in Bern wieder mit Boxen im Stehen. Alle Schläge übten wir mit voller Körperdrehung, Jab, Cross, Hook und Uppercut inklusive Ellenbogenschläge. Dabei achteten wir uns ganz speziell auf die Deckung. Wir hielten die Ellenbogen jeweils vor dem Körper. Anschliessend kombinierten wir alle Schläge mit einer Laufbewegung. Den Schlag mit dem Schritt und dem Körpergewicht zu kombinieren, zu verstärken, war der Sinn dahinter, denn schlussendlich ist der Körper die Waffe und die Faust nur das Werkzeug. Für die optimale Verbindung des Körpers und der Faust braucht es eine gute Körperspannung. So wurde auch die Bauchmuskulatur kurz gestärkt und dann ging es ab ins Trainingsprogramm, Block und Konter. Die Angriffe übten wir bereits vor einer Woche, dieselbe Schlagkombination galt es nun zu blocken und zu kontern. Ich wollte vor allem die Unterarmblocks trainieren, wie schon am Mittag in Solothurn. Koordinativ war die Aufgabe recht anspruchsvoll, dafür aber lehrreich. Das Distanzgefühl, die Kampfübersicht und auch das Reaktionsvermögen wurden gefordert und trainiert. Mit dem Schlussdrill erledigten wir dann noch den aeroben Teil der Lektion. Die Aufgabe war, aus einer Bodenkampfsituation eine Verfolgung zu starten und danach den Angriff zu blocken und kontern. Es war mir bewusst, dass nicht alle begeistert waren, noch einmal Gas zu geben, weil das gesamte Training schon recht fordernd war. Aber da musst du durch, das macht dich stark! Nur kurz konnte ich noch einen Moment mit dem Handy einfangen. Leute weiter so, es kommt gut! 

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Trainings-Memo 19.November 2018

Seit langem ein Montagabend, der nur mittelmässig besucht wurde (mein Handy füllte sich mit Krankmeldungen). Diesmal waren die Frauen in der Überzahl, bravo!
Die Trainings beginnen bei mir meistens mit einem kravmagischen Aufwärmprogramm. Immer wieder fallen mir neue Übungsabläufe ein, die man auch als Aufwärmübung nutzen kann. Darauf bin ich stolz!
Diesmal integrierte ich sogar  das Umfallen nach hinten, abdrehen in die Embryostellung und schnelles wegrollen und vorwärts aufstehen. Selbstverständlich zu Beginn ganz langsam und vorsichtig.
Wir übten wieder ein paar Bodenkampfsituationen. Einer sitzt in der Mountposition auf dir und bearbeitet dich mit Faustschlägen. Mit einer hohen Körper-Brücke im passenden Moment gelang es, seinen Kopf seitlich zu fassen und die Daumen in seine Augen zu drücken und ihn gleichzeitig abzuwerfen. Wichtig war die Fähigkeit, dass man mit den Händen am Kopf des Angreifers bleiben konnte. Alles musste schnell gehen, wollte man den Angreifer mit der Brücke und einer Kopfdrehung abwerfen. War man zu langsam, konnte er sich sperren. Wichtig! Man musste mit ihm eindrehen und ganz nahe bleiben.
Die Fortgeschrittenen bekamen eine zusätzliche Kombinationsaufgabe mit 5 Techniken in Folge. Einige der Einsteiger schauten den Fortgeschrittenen zu, anstatt selber zu trainieren. Ich dachte mir, wieder einmal typisch, immer wieder dasselbe. Ich konnte es deutlich in seinem Gesicht lesen, warum kann ich diese Kombinationen nicht auch üben? Ganz logisch, weil die Fortgeschrittenen bereits mehrere Jahre trainierten und die Grundtechniken bereits 1500 Mal wiederholten. Bis dahin dauert es eine Weile und dazu braucht man viel Geduld und Trainingsdisziplin. Also, konzentriere dich auf deine Aufgabe und wiederhole, wiederhole und wiederhole den Ablauf!

Ohne Unterbrechung ging es dann in die zweite Lektion.
Das Aufwärmprogramm beinhaltete wieder einmal Boxbewegungen und Ellenbogenschläge. Ideal zum Aufwärmen geeignet wegen der Drehbewegung.
Ellenbogenschläge übten wir danach mit Rumpfbeugen. Der Partner sitzt auf die Beine und hält das Schlagkissen vor sich fest, aufsitzen und zwei runde Ellenbogenschläge auf das Kissen schlagen und wieder abliegen. Senkrechte Kniebeugen, Rücken an Rücken, trainieren wir auch immer wieder. In der Selbstverteidigung ist es extrem wichtig, dass man sich senkrecht in die Knie begeben kann! Damit ist es auch möglich einen gleichmässigen Druck, z.B. bei einem Hebel beizubehalten.
Eine Angriffskombination trainierten wir mit Pratzen. Hammerschlag links,  Jab mit links, Cross mit rechts und Kniestoss mit rechts.
Diese Angriffsart wollten wir dann blocken und kontern. Den Hammerschlag interpretierten wir als Ausraster, nachdem wir ihn berührten und mit der Hand in Brusthöhe zurückwiesen. Hammerschlag und Jab mit links blockten wir dann mit dem Block Nr. 1, mit rechts. Die linke Hand vor dem Gesicht gehalten, Schritt nach rechts hinein, seinen Arm runter drücken und einen Beinfeger anbringen und damit den Angreifer destabilisieren. Nicht sofort wurde verstanden, dass wir diesmal interaktiv trainierten. Deshalb dauerte es relativ lange, bis die Technik umgesetzt wurde. Leider ist es oft so, dass die Angriffstechniken nicht gut genug ausgeführt werden. Die meisten konzentrieren sich nur immer auf die Kontertechniken und der Trainingspartner fühlt sich als Angreifer gelangweilt, was komplett falsch ist!
Denn jedes Mal wenn man den Angreifer spielt, sollte man die verlangten Angriffstechniken mit der selben Konzentration ausführen wie bei der Kontertechnik. Auf diese Weise wird das Krav Maga Self Protect Training um einiges interessanter. Der Schlussdrill und die Entspannungsübung durften selbstverständlich nicht fehlen. Leider kamen wir nicht so weit wie gewünscht, aber das passiert ja nicht so oft. Wir haben ja noch Zeit, viel Zeit.

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Der Krav Magi Chlaus und seine Geschichte

Bekanntlich habe ich in den vergangenen Jahren meinen Mitgliedern immer einen Weihnachts-Videogruss via YouTube oder Facebook gesendet. Leider schaffte ich es in den letzten zwei Jahren aus zeitlichen Gründen nicht, doch in diesem Jahr wollte ich es unbedingt durchziehen! 

Und wie ich halt so bin, oft weiss ich was ich tun sollte, aber das Wie kam mir einfach nicht in den Sinn. Immer wieder überlegte ich mir, wie ich einen Weihnachtsgruss mit einem Weihnachtsmann mit Krav Maga in einen sinnvollen Zusammenhang bringen soll. Es kam der Tag, das Kostüm habe ich angezogen, alles war bereit. Für das Vorhaben blieb nur wenig Zeit, ich hatte in dem Ding recht warm, ein Zurück gab es nicht mehr, verschickte noch rasch ein Foto von mir per WhatsApp, nun musste ich abliefern. Ich sagte dem Kameramann, dass er mich einfach mit der Kamera verfolgen soll und ich würde ein paar Sachen machen. Nach ca. 10 Minuten war das Ganze im Kasten und danach habe ich mir die Aufnahmen mehrmals am PC angeschaut. Meine Tochter antwortete auf meine WhatsApp Nachricht mit «oh der Krav Magi Chlaus»und dann kam mir die Idee. Genau! Der KravMagiChlaus trainiert bei uns in der Krav Maga Schule, das ist es! Nun konnte ich ein Weihnachtsgruss-Video zusammenschneiden und hier ist das Ergebnis.

An dieser Stelle wünsche ich all meinen treuen und lieben Schülern frohe Festtage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und beste Gesundheit! Ich freue mich, euch auch im neuen Jahr wieder kravmagisch zu begeistern!

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