Trainings-Memo vom 24. Oktober 18 in Herzogenbuchsee Spätlektion


In der zweiten Lektion ging es mehrheitlich um die Hebeltechnik. Mit ein paar cleveren Ablenkungs-Tricks gelingt es mit Hebeln eine Auseinandersetzung elegant zu beenden. Die Hebeltechnik muss aber immer und immer wieder pro Hebelvariante  wiederholt werden! Sie muss intuitiv abrufbar sein und deshalb auch variantenreich trainiert!
Zu Beginn gingen wir davon aus, dass es uns gelang mit dem «Haargelblock» eine Ohrfeige abzublocken und mit der anderen Hand einen Finger des Angreifers zu erwischen. Sofort fassten wir sein Handgelenk und bogen seinen Finger gegen seinen Ellbogen. Nicht vergessen, senkrecht bleiben, die Achselhöhle schliessen und nie stehen bleiben! Bei dieser Technik musste man gerade zurücklaufen um Zeit zu gewinnen, damit den Finger korrekt zu spannen. Durch den Schmerz ging dabei der Angreifer auf die Knie. Danach ging es zu einem Armschlüssel. Ein sehr effizienter Hebel, nützlich wenn man dem Angreifer körperlich unterlegen ist. Damit verbunden übten wir die Situation, dass der Angreifer dich am Revers festgehalten hat und mit der anderen Faust zuschlagen wollte. Mit einer Vierteldrehung fasten wir mit beiden Händen seinen Arm und leiteten einen frontalen Armschlüssel ein. Durch die schnelle Drehbewegung vermochte man den Angreifer relativ gut zu kontrollieren und auf den Boden zu bringen. Weiter gingen wir davon aus, dass uns der Angreifer gleichseitig an unserem Handgelenkt festhalten würde und wir ihn dann mit einem Kniestoss ablenkten. Er neigte sich nach vorne und dem Verteidiger gelang seinen Arm einzufädeln, dann folgte eine ganze Körperdrehung um einen Armhebel einzuleiten. Nun musst man nur noch mit dem Zeigefinger Richtung Boden zeigen und sich ganzheitlich auf die Knie fallen lassen. Mit diesem Arm/Schulterhebel gelang es dann schnell den Angreifer auf den Boden zu bringen und zu kontrollieren.
Wieder gingen wir davon aus, dass der Angreifer uns am Revers festhalten würde. Zur Verteidigung fassten wir das andere Handgelenk des Gegenübers und platzierten schnell einen Kniestoss. Durch die Neigung nach vorne konnten wir dann den Armschlüssel auf seinem Rücken einfädeln. Dieser Hebel zieht massiv in der Schulter, man musste aufpassen, denn wegen dem starken Schmerz ging der Takedown sehr schnell! Es konnte passieren, dass es einem nach unten riss. Deshalb sage ich immer, laufen, laufen, laufen. Mit der Zeit waren es genug Hebeltechniken und ich baute noch einen kleinen Drill ein. Alle mussten eine coole Box und Kick – Kombination während einer Minute auf das Kissen schlagen. Nach der Anstrengung prüften wir nach an welche Hebeltechniken sich die Teilnehmer/innen erinnern konnten. Ich war angenehm überrascht wie viele Abläufe noch vorhanden waren. Bin richtig stolz auf meine Schüler!

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