Trainings-Memo Woche 39


Meine Überlegungen zum Trainingsinhalt der Woche…

Trainings-Memo 24. September 2018 Zürich:
Am Montag übten wir in Zürich die Ausweichbewegung. Es gibt ja viele unterschiedliche Ausweichmöglichkeiten, für diese Lektion wählte ich das Ausweichen mit dem Schritt 3 und dem Schritt 4. Damit es nicht nach langweiliger Basic – Übung rüber kam, habe ich dazu noch eine spannende Zusatzaufgabe mit einer Situation integriert. Meine Schüler hatten sofort mehr Spass und alle konnten den Sinn dahinter verstehen. Nicht nur das, der Trainingseffekt konnte ich damit um einiges verbessern. Nun hiess es, Ausweichschrittbewegung zusammen mit einer Reversbefreiungs-Unterarmtechnik (Blockbewegung) zu kombinieren, sich zu stabilisieren und schnellstmöglich zu kontern. Nach der anspruchsvollen Ausweich-Konterübung belohnte ich alle mit einer kurzen und intensiven Krav-Box-Aufgabe.  Im Instagram zu sehen. Das lieben alle und können kaum genug davon bekommen. Die Schläge auf die Pratzen klangen für mich wie eine Art Musik. Ganz kurz habe ich so eine Szene eingefangen und bei Instagram reingestellt. Hörst du das auch so?

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Die Spätlektion ist immer etwas schwächer besucht. Für mich immer etwas frustrierend, aber dafür können die Teilnehmer/innen mehr profitieren. In dieser Lektion trainierten wir das Ausweichen im Stehen und in der Bodenlage. Die Übung wurde sehr schnell verstanden und sehr gut umgesetzt. Ich wollte folgende Situation darstellen: Jemand liegt am Boden und der Angreifer will mit einem Stampftritt den Kopf treffen. Schnell und seitlich wegrollen braucht Übung und wenn man ein paar Tricks kennt, mit denen man das Wegrollen beschleunigen kann, dann wird es interessant. Das Aufstehen nach vorne mit der Annahme, dass der Angreifer von hinten attackieren will, haben wir ebenfalls intensiv geübt. Mit der gezeigten Aufstehtechnik war es möglich, blitzschnell den hinterlistigen Angriff mit einem Back-Kick zu verhindern. Das Aufstehen kann auch einmal schief gehen und man fällt nach vorne. So ist es wichtig, dass man in der Lage ist, sofort auf eine Vorwärtsrolle umzustellen. Jeder konnte selber entscheiden, wie intensiv er das Vorwärtsrollen üben möchte. Ich zeigte drei unterschiedliche Level, wie man sich das Vorwärtsrollen aneignen kann. Jeder konnte seinen passenden Level üben.  Zum Schluss machten wir noch eine Drillübung. Sie mussten sich gegen die Angreifer, mit den Schlagkissen ausgerüstet, verteidigen. Halt nein, der Schluss war unsere bekannte «Entspannungsübung».

Trainings-Memo 25. September 2018 Solothurn:
In Solothurn über den Mittag ging es auch um das Ausweichen. Ebenfalls kombinierte ich die Übungen mit dem Schritt 3 und 4. Weil die Übungsaufgabe nicht alle Teilnehmer/innen verstanden, integrierte ich auch noch die beiden Ausweichbewegungen mit Boxtechniken. Danach war die Ausweichbewegung klar und es konnte weiter gehen. Nun ging es los, Schritt 3 oder 4, je nachdem, und gleichzeitig mit der Führungshand auf die Pratze schlagen. Weiter ging es dann mit dem Ausweichen auf dem Boden. Dazu schlugen wir das Kissen senkrecht auf den Boden und derjenige am Boden musste rechtzeitig und möglichst schnell zur Seite rollen. Die Aufstehtechnik nach vorne hatte zeitlich auch noch Platz. Die geliebte Entspannungsübung konnten wir auch noch machen, aber nicht so lange wie gewohnt. Über den Mittag sind wir jeweils etwas unter Zeitdruck.

Trainings-Memo 25. September 2018 Bern:
Alles bekannte und erfahrene Leute am Start, so nutzte ich die Gelegenheit und gestaltete ein kravmagisches Aufwärmtraining. Gleich zu Beginn hiess es «Handschuhe anziehen» und dann ging es los. Ausweichpendelbewegung mit Schritt 2 und Pendelbewegung mit Schritt 3 und Schritt 4, Konter mit Schritt 5. Ganz langsam sind wir gestartet und es ging immer weiter. Total 50 Min. übten wir diese Angriffs- und Konter – Übung. Es kam super gut an, mit voller Konzentration wurde daran gearbeitet. Es blieb kein Shirt trocken. Die Anstrengung kam schleichend. Bei jeder Wiederholung wollte man es noch besser machen und damit vergisst man leicht die Anstrengung. Das Ausweichen, auf dem Boden liegend, übten wir in Bern ebenfalls, jedoch etwas mehr «Hardcore». Ohne Kissen, da wurde gleich mit dem Fuss zum Kopf gestampft, puh, da konnte nicht lange überlegt werden, da musste das Wegrollen funktionieren! Nach dem Wegrollen musste man sich auch gleich gegen den Angreifer ausrichten und auf dem Rücken liegen bleiben. Vor dem Aufstehen musste man den Angreifer ins Knie kicken und dann die Frontaufstehvariante wählen. Alles in allem ein sehr lehrreiches Training. Einige gute Bewegungsspuren konnten somit gefestigt werden.

Es blieb noch eine kleine Gruppe, mit der ich dann eine Messerabwehr-Technik trainierte. Die Eispickel-Attacke und das Fassen des Handgelenkes muss man mehr als 10’000 mal üben, um eine Chance zu haben. Wie gezeigt sollte das Handgelenk fassen sogar blind funktionieren.

Trainings-Memo 26. September 2018 Herzogenbuchsee

In der ersten Lektion ging es, wie bereits seit vier Wochen, um die Befreiung aus einem Unterarmwürger von hinten. Eine Attacke, die je nachdem unterschiedlich gelöst werden muss. Je nachdem wie schnell man auf so eine Attacke reagieren kann, variiert die Befreiungstechnik. Wieder habe ich darauf hingewiesen, wie gefährlich es ist, wenn man zu lange braucht, man dann das Bein, innendurch nach hinten zieht; wie man dann sofort eine andere Befreiungsvariante wählen muss. Danach gingen wir davon aus, dass der Angreifer noch einmal attackiert und zwar mit einem Stock. So konnten wir die Stockabwehrtechnik (grosse Schere)  auch wieder einmal trainieren.

Die zweite Lektion startete ich mit Grundschulübungen. Alle mussten dem am Boden liegenden Seil entlang auf die Pratzen schlagen und darauf achten, dass sie immer auf zwei Spuren liefen. Nur so gelingt es,  kraftvoll zu schlagen. Rolle vorwärts konnte ich ohne Risiko auch noch einbauen, dazu legte ich ein paar Kissen aufeinander. Nicht nur die Rolle, nein die Sprungkraft haben wir ebenfalls trainiert. Über eine Hürde von 5 Schlagkissen zu springen ist nicht ganz ohne. Vor allem die Landung stand bei mir im Focus, damit wollte ich zeigen, wie standfest man bei einer Technik stehen sollte. Alles wurde super gut umgesetzt, siehe Clip bei Instagram! Kein Wunder bei dieser Truppe, denn alle sind 100 % kravmagisch begeistert. Das Umfallen nach hinten, aufstehen und die Flucht, dieses Thema konnte ich beim Aufwärmen integrieren. Im technischen Teil gingen wir davon aus, dass der Angreifer trotz Abwehraktionen sich auf dich setzen konnte, dann mit den Fäusten ins Gesicht schlug. Bei dieser Situation konnte ich den Vorteil meiner Blocktechnik zeigen, wie man blocken sollte, nämlich ohne aktive Auswärtsbewegung. Mit einem Ablenkungsschlag gelang es dann, seine Handgelenke zu fassen und mit der Brücke nach vorne fallen zu lassen. Die Aufgabe war dann einen Unterarmhebel anzusetzen. Als nächstes hiess es: Auf dem Rücken liegend eine Messerattacke blocken und kontern. Ohne Klatsche ins Gesicht chancenlos, aber mit einer saftigen Ohrfeige klappt es gar nicht einmal so übel. Mit einem satten Ellenbogenhebel gelang es dann den Angreifer stressfrei zu entwaffnen. Wie so oft ermahnte ich alle, dass es sich immer nur um Übungen handelt. Im Ernstfall kommt es komplett anders, als man es sich vorstellen kann. Meine Übungsaufgaben sind aber so durchdacht, dass sie dich sehr gut für den Ernstfall vorbereiten. Mit jedem Training wirst du immer besser für den Nahkampf ausgerüstet.

Trainings-Memo 27. September 2018 Bern:

Nach Bern kamen ein paar Neuinteressenten. Aus diesem Grund musste ich die Lektion mit verschiedenen Levels gestalten.
Ebenfalls ging es um die Grundstellung, die Stabilität und Schlagkombinationen. Mit dem Seil am Boden konnte das Schlagen mit der Laufbewegung intensiv geübt werden. Ein leichter Stressaufbau habe ich bei dieser Aufgabe integriert. Mir war es wichtig, den Interessenten/innen zu zeigen, dass es in meinem Training immer kleine Drillübungen gibt. Gemeinsam übten wir dann, wie man sich von einer frontalen Würgeattacke befreien kann. Du weisst, das funktioniert mit dem Oberarm und deinem Gesamtgewicht. Die Anfänger durften jeweils Schritt für Schritt üben. Bei den Fortgeschrittenen ging es dann gleich mit der kompletten Technik zur Sache, inklusive Takedown. Die Aufgabe wurde immer erweitert mit variablen Zweitangriffen, mit einer Pistolenbedrohung eines anderen Angreifers. Erschwerend kam noch dazu, dass ein Angreifer als Linkshänder mit der Pistole bedrohte. Die Fortgeschrittenen mussten auch noch bei der ersten Attacke variieren, Unterarmwürger von hinten mit Takedown. Bei den Einsteigern ging es jeweils immer eine Bewegung weiter. Am Schluss gab es ein Bauchmuskeltraining mit der Idee, dass man nach der Anstrengung noch einmal alles wiederholen musste. Es klappte allgemein recht gut. Der Schluss bildete die uns allen bekannte «Kropf-Entspannung».  Immer dieselbe Übung, damit du merkst, dass es von Woche zu Woche immer weniger anstrengend wird. Bei der anschliessenden Lektion ging es mir darum die Neueinsteiger einen grossen Schritt weiter zu bringen. Diese Lektion ist meistens schwach besetzt und ich kann mich optimal auf die Anwesenden konzentrieren. Es gab ein kleines Paket an Krav-Box-Aufgaben. Die Fortgeschrittenen durften sich im Grapplling testen und ich kam und half, wenn es nicht mehr weiter ging.

Auch in dieser Woche hast du viel gelernt, davon bin ich überzeugt. Für allfällige Inputs bin ich immer offen und ein Feedback würde mich freuen.

Über kravmagaschule

Krav-Maga-Self Protect, Selbstverteidigung mit System.
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