Trainings-Memo vom 01. Oktober 18


Weil momentan in Zürich viele Neulinge am Start sind, ging es wieder um das Thema Ausweichen. Aber zuerst gab es ein paar sinnvolle Schattenboxbewegungen, um damit die Hüfte und die Schultergelenke aufzuwärmen. Die Dehnbarkeit der Beine ist mir auch immer wichtig. Eine Übung gegen verkürzte Muskeln in den Beinen baue ich immer wieder ein, dazu schwingen wir die Beine immer höher über die Schlag-Kissen und kombinieren diese Bewegung mit anschliessenden Lowkicks. Dabei ist es wichtig, dass man das Bein jeweils vorne abstellt. Der Trainingspartner variiert jeweils die Höhe mit dem Schlagkissen. Danach ging es um den Gleitschritt zwei und die Fähigkeit während der Laufbewegung eine gute Kontertechnik zu starten. Zu Beginn wurdest du vom Angreifer einmal mit zwei Händen, dann nur noch mit einer Hand nach hinten gestossen. Die Aufgabe war bei der zweiten Stossbewegung, den Druck des Angreifers zu entschärfen und seine Kraft für einen Konter-Kniestoss zu nutzen. Am schnellsten funktionierte das, wenn man sich strikt an die vermittelte Grundschullaufbewegung hält. Wer beim Retourlaufen es nicht schaffte, schnell genug mit dem starken Bein nach hinten abzustehen, bei dem  funktionierte es weniger bis gar nicht gut, sonst dauerte es viel zu lange,  bis er den Kniestoss anbringen konnte. Nach dem Kniestoss verfolgten wir den Angreifer mit einem satten Handrückenschlag und einem gezielten K.O.-Schlag. Ich blieb absichtlich lange bei dieser Übung, denn ich wollte dass möglichst viele den Ablauf verstehen. Im Ernstfall funktioniert oft nur die Basic. Deshalb ist es wichtig, diese grundlegenden Bewegungen intensiv zu trainieren. Es brauchte seine Zeit, aber gegen Ende der Lektion klappte es immer besser. Derartige Lektionen sind nicht so spannend, das ist mir klar. Glaubt mir, sie sind lehrreicher als viele wilde Kravdrill-Übungen.

Wie üblich, ging es in der zweiten Lektion um Waffenabwehr-Techniken. Mit einer passenden Aufwärmübung habe ich gleich passend zum Hauptthema gestartet. So musste zuerst die störende Pratze geblockt oder weggedrückt werden, damit man einen Faustschlag auf die zweite Pratze platzieren konnte, ähnlich wie bei einer Messerbedrohung. Das Messer ist zwar gefährlich, aber noch gefährlicher ist derjenige, der das Messer führt. Bei den Partnerübungen wurde es klar, warum wir diesen Ablauf mit den Pratzen trainierten. Zuerst musste die Messerhand so gut es ging blockiert werden, zentral war aber der Kopf und der Genitalbereich des Angreifers, welche schnell und so stark wie möglich attackiert werden mussten. Wenn eine Waffe im Spiel ist, braucht es ein schnelles Reaktionsvermögen. Zum Schluss trainierten wir, statt einer Drillübung, unser Reaktionsvermögen. Dazu liess der Trainingspartner das Messer fallen und bevor es am Boden aufschlug, musste es vom Gegenüber gefangen werden. Kann sein, dass jemand am anderen Tag Muskelkater hatte?

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