Es ist mir bewusst, dass sich nur ein sehr kleiner Kreis interessiert was ich so in meinen Blog schreibe. Für mich ist es eine gute Übung um Vergangenes zu verarbeiten. Während dem Schreiben kommen mir oftmals unterschiedliche Details in den Sinn welche mir dann bei den künftigen Lektionen weiterhelfen. Immer wieder lasse ich mir neue Trainings-Lösungen einfallen mit denen ich meinen Krav-Maga-Schülern möglichst schnell Krav Maga beibringen kann. Die ausgedachten Übungen bringen unterschiedliche Erfolge und so optimiere ich nach und nach. Fest steht, der regelmässige Besuch der wöchentlichen Krav Maga Trainingseinheiten beschleunigt das Weiterkommen am meisten. Ich achte jeweils sehr speziell darauf, dass die Aufwärmübungen einen starken „kravmagischen“ Charakter haben. Oft frage ich mich insgeheim woher ich nur die Fantasie her habe, denn es fallen mir immer wieder neue Trainingsvariationen ein. Ich mag keine Übungen die aussehen als würde man Sportgymnastik betreiben, das passt einfach nicht in den Krav Maga – Unterricht. Zum Beispiel gestaltete ich aus einer einfachen Ausweichbewegung eine komplette Lektion. So auch an einem Sonntagmorgen dort machte ich den „Schritt Nr. 7“ zum Hauptthema. Das Ziel war, den Teilnehmern den Ausweichschritt Nr. 7 beizubringen und aufzuzeigen wie sinnvoll diese ganzheitliche Ausweichbewegung seitlich nach hinten sein kann. Bei einem Angriff sollte man bekanntlich den Angriffstunnel verlassen, also zur Seite ausweichen. Mit der ganzheitlichen Ausweichbewegung (Schritt 7) verschafft man sich kurzzeitig einen Vorteil den man als Kontermöglichkeit ausnutzen kann. Wir übten also die ganzheitliche Ausweichbewegung und es galt gleich danach die Distanz zum Angreifer zu schliessen und mit einem Konter zu starten. Der Angriff wurde abgesprochen; mit links am Revers festhalten und mit der rechten Faust zuschlagen. Der Verteidiger musste den Festhaltearm des Angreifers mittels Hammerschlag auf sein Handgelenk nach unten schlagen. Danach konnte der Verteidiger den Passivarm einfädeln. Diese Kreisbewegung, also ich nenne es jeweils „Einfädeln“ ergibt fast automatisch einen Hebel. Diesen Hebel nutzten wir gleich um den Angreifer zu kontrollieren. Wir üben aber auch immer wieder Misserfolgs-Situationen. Z.B. Lassen wir fälschlicherweise zu viel Distanz zum Angreifer und beobachten wie der Angreifer damit die Kampfüberlegenheit gewinnen und deshalb leichter kontern kann. Danach üben wir dieselbe Situation noch einmal, liessen wieder zu viel Distanz und lösen das Problem anders: Sofort das Handgelenk fassen und sich mit Kniestössen und Kicks weiter zu wehren. Hauptsächlich trainierten wir aber die optimale Verteidigungsvariante über längere Zeitspanne. Mit den verschiedenen Videoaufzeichnungen welche ich am Sonntagmorgen gemacht habe, kann ich euch diese Trainingsart bildlich aufzeigen. Ganz am Schluss zeige ich euch das Einfädeln zum Schulterhebel und wie man damit einen Angreifer relativ lange fixieren kann. Ob dieser Ablauf im Ernstfall funktioniert sei dahin gestellt? Aber es macht riesen Spass den Bewegungsablauf zu verinnerlichen und je mehr Varianten man übt umso grösser ist die Chance den Ernstfall unbeschadet zu überstehen. Gut, dass es YouTube gibt! Es folgt der versprochene Clip:
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Hat dies auf zackenbarsch11 rebloggt und kommentierte:
Ich finde Deinen Blog anregend und wichtig.Ich mache mir seit Jahren Gedanken,wie ich mich im Alter gegn Angriffe verteidigen kann.K.M.interessiert mich sehr,nur,wie ich einmal in einem 2#tägigen VHS-Kurs erkennen musste,kann ich verschiedene Übungen nicht mehr durchführen.