Trainings-Memo 22. Oktober 18 in Zürich


Ein gut besuchtes Montag-Training in Zürich. Es freut mich immer wieder, wenn ich die Gelegenheit bekomme mein Wissen vielen Teilnehmer/innen weiterzugeben! Das Thema in der ersten Lektion war der Bodenkampf. Bestimmt weisst du, dass bei einer Auseinandersetzung die Opfer schnell einmal auf den Boden fallen. Einmal auf dem Boden bedeutet nicht chancenlos zu sein. Deshalb üben wir immer wieder wie man sich in so einer misslichen Lage schützen und verteidigen kann. Eine starke Rumpfmuskulatur ist eine gute Voraussetzung für den Bodenkampf. Gleich im Aufwärmprogramm integrierte ich ein paar bodenkampfspezifische Übungen um die Körperspannung zu verstärken. Teilweise sah es aus als ob wir Breakdance üben würden. Ich zeigte die „Brücke“, wie man damit den Angreifer überraschen kann. Ebenfalls trainierten wir Kicks aus der Bodenlage. Wichtig dabei, dass man mit dem Körper vor dem Kick eine gerade Linie bildet. Oder den Körper für den notwendigen Schwung ausnutzt um eine starke Schlagkraft zu generieren. Beachten sollte man, dass beim Kicken mit der Ferse und mit dem Schienbein geschlagen wird. Weiter übten wir dann die Situation, wenn jemand auf dir sitzt und du liegst auf dem Rücken. Ich zeigte wie man auch in dieser Position zuschlagen kann und sich damit in eine vorteilhaftere Position bringen kann. Mit den vor einer Woche gelernten „fiesen Techniken“ holten wir uns dann den richtigen Moment um den Angreifer mit der Brücke abzuwerfen. Ebenfalls lernten wir wie man den Gegner so schädigen kann damit er keinen zweiten Angriff starten wird. Ebenfalls übten wir die Situation wo der Angreifer dich am Hals würgte und er aber nicht mehr auf dir sitzt sondern den Angriff zwischen deinen Beinen startete. Mit dem ganzheitlichen Körpereinsatz, den Angreifer mit den Beinen einklemmen schaffte man es den Würgegriff etwas zu lösen. Das seitliche Eindrehen in die Embryostellung konnte das Nachrutschen des Angreifers verhindern. Ab da musste es schnell gehen, mit einem gezielten Kick auf das Standbein (Knie) destabilisierten wir den Angreifer und verschafften uns damit einen Vorteil für die Konterattacke. Mit einer „fiesen Technik“ stoppten wir dann den Angreifer endgültig.

Im zweiten Training ging es ebenfalls um die Anwendung der vor einer Woche gelernten „fiesen Techniken“. Wir gingen davon aus, dass der Gegner körperlich überlegen war und dich bedrohen würde. Ein richtig starker und grosser Typ bei dem man  nur mit ganz fiesen Sachen eine Chance hatte. Zur ersten Übung: Das war mehrheitlich eine Koordinationsübung, mit einer Ausweichbewegung 30° nach hinten, einmal mit dem linken Bein zuerst und einmal mit dem rechten Bein zuerst nach hinten. Während der Ausweichbewegung von unten her einen Nasenschlag ins Gesicht auszuführen. Damit das Vorhaben gelang musste man die Hüfte sehr stark ausdrehen. Dabei sollte der Kopf nicht nach vorne kommen. Das klingt einfacher als es ist. Wer dabei war weis das. Danach gingen wir zu einer anderen Übung, du wurdest frontal unter den Armen umklammert mit der Absicht dich auf den Boden zu schmeissen. Dieses Vorhaben konntest du mit einer gezielten «Hals-Druck-Technik» (Details werde ich hier absichtlich nicht erwähnen) unterbrechen. Mit einem Kniestoss und gezieltem Schinbeinkick dich vor weiteren Attacken  zu schützen. Zuletzt übten wir noch eine andere Situation. Du wurdest von hinten unter den Armen umklammert, ebenfalls mit der Absicht, dass dich der Angreifer umstürzen will. Bewusst gingen wir davon aus, dass es nicht mit der bekannten Technik, mit Ellbogenschlägen, klappen würde, sich zu befreien. Aus diesem Grund verwendeten wir wieder eine fiese Variante. Zwischen den Beinen durch mit einer festen Klemmbewegung ging es an die Innenseite des gegnerischen Beines und seine Reaktion nutzten wir um sich umzudrehen und mit einem Kniestoss und Ellbogenschlag die Attacke zu beenden.

Mit beiden Lektionen konntest du nicht nur deine Fitness verbessern, bestimmt hast du wieder einige neue Bewegungen trainiert welche dich im Ernstfall unterstützen werden.

Wie bleiben noch eine Weile in diesem Thema, nächste Woche geht es weiter.

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