Trainings-Memo vom 30. Oktober 18 in Bern am Abend


Wie jeden Dienstagabend fahre ich nach Bern, um dort zu unterrichten. Immer wieder toll, denn auch dort erwartet mich eine motivierte Gruppe, die es kaum erwarten kann, bis es los geht. Untereinander herrscht in Bern ein freundschaftliches Verhältnis und so wird jede/r mitgerissen. Mit den Bernern übte ich wieder einmal die Blocktechniken. Du weisst, das Blocken ist für mich nicht so zentral. Wenn es los geht, dann zählen die Schläge und nicht die Blocks. Aus diesem Grund lernt man bei mir, dass ein Block auch als Schlag wirken sollte. Wenn du blockst, dann solltest du dich damit schützen und nicht öffnen. Ich zeigte, wie man mit einer schnellen Schwerpunktverlagerung einen Block verstärken kann und zwar so, dass er fast wie ein Schlag wirkt. Als Takedown-Übung für den anschliessenden Bodenkampf verwendeten wir eine seitliche Würgeattacke und einem Hebel zur Befreiung. Am Boden trainierten wir dann immer dieselbe Ausgangslage; der Angreifer kam von der Seite und du liegst auf dem Rücken. Er würgte dich und für die Befreiung des Würgegriffs musstest du dich zur Seite drehen, danach wurde es in Bezug auf die Kontertechniken variabel. Konnte der Angreifer nicht mehr würgen, du hast also den Würgegriff gelöst, dann sollte man unterschiedlichste Kontertechniken kennen und beherrschen. Einmal gingen wir davon aus, dass wir seine Handgelenke festhalten und ihn dann mit den Beinen attackieren und wegstossen konnten (Nierenschlag mit dem Fersen). Dann gingen wir davon aus, dass er seine linke Hand lösen konnte. Die dadurch entstandene Distanz eignete sich ideal, um mit dem Bein zu einem starken Armhebel einzudrehen und damit seinen Arm zu brechen (Fuss muss dazu unter seinem Hals sein). Dann gingen wir davon aus, dass er die rechte Hand wegziehen konnte und damit zuschlagen wollte. Den Schlag mit dem Fuss blocken, dazu das Bein strecken und schon konnte man sich auf die andere Seite drehen und einen saftigen Armhebel mit dem Bein erzwingen. Wichtig war bei dieser Technik, dass man erst nachdem der Arm zwischen den Beinen eingeklemmt war, sich nach vorne beugte. Weisst du noch? Kopf unten lassen! Zum Schluss machten wir noch einen Drill mit einer Verfolgungsjagt, der Verfolger wurde mit den Schlagkissen geschützt. Auch unsere so beliebte Entspannungsübung durfte nicht fehlen. Es gab da jemand, der das erste Mal bis zum Schluss durchgehalten hat, super, bin stolz auf dich! Der Betreffende weiss schon wen ich meine. Die Lektion war sehr intensiv und ich hatte keine Zeit um Bilder einzufangen.

Ein paar Fortgeschrittene blieben noch für die zweite Lektion. Dort übten wir wieder einmal die Wurftechnik. Per Videostudie analysierten wir den Ablauf, ein, zwei Szenen konnte ich auch online stellen. Siehe Instagram. Selbstverständlich waren wir sehr vorsichtig, schlussendlich sollte sich niemand verletzen.

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Krav-Maga-Self Protect, Selbstverteidigung mit System.
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