Traings-Memo 05. November 18 in Zürich


An diesem Montagabend war das Level der Teilnehmer/innen sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund teilte ich die Gruppe auf. Es ging mehrheitlich um Bodenkampftechniken. Aber zuerst mussten wir gemeinsam unsere Muskulatur aufwärmen. Eine der beliebten Kraftübungen ist das Stemmen an den Beinen und der Trainingspartner macht dabei Liegestützen, siehe Bild. Auch sonst gab es noch so ein paar spezielle Kraftübungen. Es ist etwas ganz anderes, eine Person zu stemmen, wegzustossen, hochzuheben oder zu tragen. Dazu braucht es einen festen Griff und starke Arme.
Auch Liegestützen, dabei die Hände auf den Schlagkissen, stärken nicht nur die Oberarme sondern auch die Stützmuskulatur der Handgelenke. Starke Handgelenke sind im Krav wichtig, braucht es bekanntlich für eine starke Schlagkraft. Eine coole kravmagische Art, um die Muskulatur zu stärken, viel spannender als im Fitnessstudio.

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Bei den Bodenkampftechniken bestand die Aufgabe darin, den Angreifer welcher sich zwischen den Beinen befand und würgte los zu werden. Den Würgegriff schnellstmöglich lösen und den Überraschungsmoment auszunutzen. Die Einsteiger bekamen die Aufgabe Schritt für Schritt vermittelt. Sie durften erst weitermachen, wenn die erste Bewegung der Befreiungstechnik klappte. Es gab wieder ein paar ungeduldige Schüler, die bereits bei den ersten Übungen testen wollten, ob die Technik im Ernstfall funktionieren würde. So musste ich einen Informations-Stopp einbauen und allen klar machen, dass man den Ernstfall nicht trainieren kann. Man weiss ja nicht im voraus wie man reagiert. Wir können uns den Bewegungsablauf einprägen, in dem wir immer und immer wieder denselben üben und zwar so lange, bis man nur noch reagiert und nicht mehr bewusst an die einzelnen Bewegungen denkt. Will der Trainingspartner testen ob es funktioniert, dann sag ihm, dass er aufhören soll. Er hindert dich daran schneller zu werden und du brauchst viel länger, bis du die 1500 Wiederholungen schaffst. Ebenfalls müssen wir uns alle bewusst sein, dass man möglichst schonend mit dem Trainingspartner umgehen sollte! Ansonsten hat man dann niemanden mehr, der mit einem trainieren möchte. Es ist also wichtig den Mittelweg zu finden, damit es für beide stimmt! Sehr wichtig ist immer auch zu bedenken, dass bei den Übungen der Angreifer immer bereits weiss, wie die Kontertechnik aussehen wird. Sollte jemand testen wollen, dann mach einfach eine andere Kontertechnik als diejenige die er erwartet.

Die Gruppe der Fortgeschrittenen durfte bereits einen Ablauf üben und konnte auch bei der Würgegriffbefreiung am Boden variieren. Sie mussten nach der Bodenkampfattacke so schnell wie möglich aufstehen und einen weiteren Angriff abwehren. Dieser Angriff kam dann hinterlistig und er würgte mit seinem Unterarm den Hals und das Genick. Mit einer Drehung nach aussen und anschliessendem grossen Y-Schritt konnte man sich aus dem Unterarmwürger befreien und einen Takedown einleiten. Der andere Gegner stand danach wieder auf und bedrohte dich dann noch einmal mit einer Pistole, Höhe Kreuz. Somit hatten die Fortgeschrittenen eine spannende Aufgabe und ich konnte mich um die Einsteiger kümmern. Komplett waren es bei den Anfängern zwei Bodenkampftechniken über die gesamte Lektion verteilt. Gegen Ende konnte ich die Fortschritte gut erkennen. Das lange Ueben und ständige Wiederholen hat sich gelohnt. Dass das Krav Maga Training körperlich recht anstrengend sein kann, wissen viele nicht und verausgaben sich total. Viel zu schnell gehen diese Lektionen zu Ende. Die kropfische Entspannungsübung hatte aber trotzdem noch Platz. Die anderen Teilnehmer/innen mussten leider ein paar Minuten warten, bis wir mit der zweiten Lektion starten konnten. Danke für das Verständnis!

Über kravmagaschule

Krav-Maga-Self Protect, Selbstverteidigung mit System.
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