24° im April, ein bisschen zu warm, das gab es noch nie, egal, wir trainieren

Entsprechend waren wir alle relativ schnell aufgewärmt. Kein Wunder, wir müssen uns erst noch an diese sommerliche Wärme gewöhnen. Trotz wunderschönem Wetter waren wir eine recht grosse Truppe. Schade, es gibt so einige die ich schon seit Wochen vermisse. Weiss ich doch, dass sie gerne trainieren würden, respektive mit Krav-Maga-Selfprotect weiter kommen möchten. Das funktioniert aber nur, wenn man sich regelmässig die Zeit zum Training nimmt, ohne Fleiss kein Preis. Weiss ich doch, dass sich jeder immer wieder über sich selber ärgert, wenn er den inneren Schweinehund nicht überwinden konnte. Na ja, viel kann ich dazu nicht mehr sagen. Das muss schon jeder selber für sich verantworten. Mir ging es jedenfalls heute anfangs auch nicht so toll, die ungewohnte Wärme machte mich müde. Aber schon nach 5 Minuten war alles wie weggeflogen. Selbstverständlich habe ich in der Einsteigerlektion auf die rasche Wetterumstellung Rücksicht genommen. Entsprechend haben wir heute Abend vorerst einmal unsere Verspannungen gelöst und die Bein-Flexibilität verbessert. Wir joggten umher und ein Teil von uns musste mit dem Kissen auf Kommando durch Händeklatschen auf jemanden zu laufen und derjenige musste geschickt ausweichen. Danach ging es um Umklammerungen, wenn man über die Armen umklammert wird, oder unter den Armen. Der Angreifer vor hat dich anzuheben… Drückt man mit dem Daumen die richtige Körperstelle, so lässt der Angreifer schnell los. Wichtig war mir zu vermitteln, dass nach dem erfolgreichen Daumenstich  dem Angreifer unbedingt noch einen Kniestoss auf den Weg mitgeben sollte, da dieser gereizt wurde. Wir übten auch die Variante mit der Abwehr gegen die Augen. Wobei diese Technik mit sehr grosser Vorsicht geübt wurde. Alle Abwehrtechniken hatten etwas gemeinsam, nämlich die ganzheitliche Bewegung des Körpers. Das Abdrehen, das Wegklappen nach hinten war die Schlüsselbewegung. Was macht man, wenn man von vorne gewürgt wird oder mit einer Hand am Kragen gepackt wird? Für solche Fälle zeigte ich jeweils sehr effektive Möglichkeiten. Die Befreiungstechniken gegen würgen am Hals war speziell, ich habe so unterschiedliche Variationen gesehen. Einige der Neueinsteiger waren bereits schon einmal in einem Selbstverteidigungskurs und haben dort ganz andere Möglichkeiten kennengelernt. Mit meinen logischen und nachvollziehbaren Erklärungen gelang es mir mit der Krav-Maga-Selfprotect-Variante überzeugen.

In der Advanced-Lektion, übrigens Rolli war heute dabei, ging es um einen speziellen Wurf. Wir übten einzeln die verschiedenen Teilbereiche, sogar die Schrittfolge. Danach wurde am Boden kniend geworfen, dies damit sich niemand verletzt. Systematisch konnte jeder abwechslungsweise einmal bei mir trainieren. Mit unserem Wurfdummy übten wir die einzelnen Sequenzen durch. Danach wurde es ernst und es konnte geworfen werden. Ich zeigte noch eine „Miss-Technik“, sollte der Wurf nicht funktionieren. Ganz einfach, wir kehrten die Bewegung um machten einen U-Hebel. Der U-Hebel Funktionierte einwandfrei, schliesslich bin ich ja der kleine Bruder von Angelo. Das heutige Ziel war somit erreicht, niemand hat sich verletzt und alle konnten zufrieden Heim gehen.

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Von Kinder-Karatelektionen bis hin zur effektiven Selbstverteidigung

Heute gab es wieder volles Programm. Gestartet sind wir pünktlich mit der Kinderkaratelektion. In der Einsteigergruppe ist es nicht ganz einfach, es sind sehr unterschiedliche Talente dabei. Es spricht sich rum, Karate würde sich für Kinder mit Verhaltensstörungen gut eignen. Ob das Karate von Peter Kropf sich dafür eignet wird sich noch zeigen. Jedenfalls musste ich bereits ein paar deutliche Ansagen machen. Einer der Störenfriede habe ich sogar mit dem weissen Gurt an einen Pfosten gefesselt. So blieb ihm nichts anderes übrig als konzentriert zuzuschauen. Viel hat es nicht gebracht, so nahm ich ihn bei allen Techniken an der Hand und siehe da, es funktionierte. Ich bin Mal gespannt auf die nächste Lektion? Seit letzter Woche konnte ich bereits eine Verbesserung feststellen. So bleibt zu hoffen, dass es in diesen Schritten entsprechend weiter geht.

Weiter ging es dann mit der Krav-Maga-Basic-Lektion. Ach, wie mussten wir doch lachen, das Don-Angelo-Video im Facebook hat alle fasziniert. Markus hat uns mit seinem Video viel Spass gebracht.

Danach wurde es aber wieder ernst und wir starteten mit der Lektion. Zum Aufwärmen verwendeten wir gleich die Kissen. Es galt wild durcheinander zu rennen und auf mein Händeklatschen mussten drei Schlagtechniken bei irgendeinem sich in der Nähe befindenden Kissenträger platziert werden. Weiter übten wir die Reaktion auf eine überraschende Situation von hinten. So drehte man sich um und schützte sich reflexartig durch das Hochziehen des Knies. Diese Übungen eigneten sich optimal zum Aufwärmen und bald schon erreichten wir die notwendige Betriebstemperatur. Übrigens kamen heute gleich zwei neue Gesichter, also neu, nein, zwei bekannte Gesichter, die wir im alten Jahr zum letzten Mal gesehen haben. Unser Rolli stand auf einmal vor der Tür und zeigte seiner Freundin wo er morgen Abend wieder trainieren wird. Cool, freue mich! Auch unsere liebe El ist wieder da, nach all den Operationen wird sie langsam wieder einsteigen. Ich bin sicher, dass Sie bald wieder fit sein wird. Die positive Energie von uns allen wird bestimmt fördernd wirken!

Bei den heute geübten Techniken handelte es sich um Basic1-Prüfungstechniken. Im Y-Schritt musste einem Schwinger ausgewichen und mit einem Fuss-Snapkick gekontert werden. Danach ging es zur Abwehr gegen ein überfallartiges Überwältigen: das Knie zum Schutz anziehen, möglichst nicht nicht zurückweichen und mit Faustschlägen kontern. Diese Techniken übten wir in verschiedenen Variationen. Das Ziel, den Bewegungsablauf zu festigen, konnte erreicht werden. Die Atmosphäre mit der durch die Storen durchscheinenden Sonne mit all den vielen Teilnehmern war sehr angenehm. Solche Abende liebe ich!

In der darauffolgenden Einsteigerlektion wurde die Abwehr von Stockangriffen behandelt. Nach Lockerungsübungen ging es bereits zu verschiedenen Aufwärmübungen mit dem Stock in der Hand. Um einen Stockangriff erfolgreich abzuwehren muss man auch verstehen wie der Angriff vor sich geht, welcher Bewegungsablauf der Angreifer machen muss. Diese Bewegungsabläufe baute ich gleich ins Aufwärmprogramm ein. Danach konnten wir mit dem Abwehrprogramm anfangen. Immer wieder wiederholten wir die unterschiedlichen Abwehrtechniken. Anfangs in Teilschritte unterteilt, danach als Ganzes. Auf die Takedown – Abschlussmöglichkeiten habe ich bewusst verzichtet. Vorher möchte ich mit allen Einsteigern noch etwas Falltechnik üben. Jedenfalls war die Einsteigerlektion sehr gut besucht und es gibt bereits Diskussionen über das Weitermachen, was ich sehr schön finde! Schliesslich ist mein Krav-Maga-Selfprotect für alle Menschen mit gesundem Menschenverstand gedacht und so sollen möglichst viele davon profitieren können!

Ganz am Schluss bekam ich noch einen Überraschungsbesuch von einem alten Karate-Freund. Wer mich kennt weiss, dass ich mich darüber sehr gefreut habe! Vielleicht entsteht etwas daraus, denn schliesslich will ich den Karate-Trainingsanteil steigern?

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Pfefferspray-Kurs in der Krav-Maga-Schule

Das Pfefferspray ist ein sehr gutes Hilfsmittel für den Notfall. Ob bei einem Überfall oder einem Tierangriff… der korrekte Pfeffersprayeinsatz kann das eigene Leben schützen! Meine Kenntnisse in diesem Bereich möchte ich gerne weitergeben und deshalb werde ich künftig Pfefferspray-Kurse anbieten. Mit Schutzbrille und Übungsspray können die Kursteilnehmer intensiv und sehr realitätsnah üben!

Das aktuelle Kursangebot findet ihr unter folgendem Link…

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Ach du geliebter Hebel, Fingerhebel, Handgelenkhebel, Armhebel, Schulterhebel, Workshop mit Angelo

Heute an einem aussergewöhnlich warmen Samstag, frühlingshaftes Wetter, wunderschön sonnig…
Egal, in der Krav-Maga-Schule in Herzogenbuchsee trafen wir uns zu einem interessanten Spezialkurs. Angelo, in der Szene bestens bekannt, nahm sich heute für uns Zeit und instruierte ein sehr interessantes Programm aus seinem grossen Repertoir. Über 30 Jahre Erfahrung im Nahkampf, alle Teilnehmer konnten von seinen kompetenten Anweisungen profitieren. Die Hebeltechnik zu beherrschen ist im Fall eines Angriffes ein grosser Vorteil! Ohne allzu grossen Kraftaufwand kann der Angriff abgewehrt werden. Ein Streit kann somit unblutig beendet werden. Rechtlich sind Hebeltechniken legitim. Jedoch braucht es immer wieder sehr viel Übung um diese Technik zu beherrschen. Angelo zeigte uns ein paar wirkungsvolle Hebel und lieferte dazu jeweils ausführliche Erklärungen. Selbstverständlich habe ich mich gerne als Dummy zur Verfügung gestellt. Schliesslich wollte ich meinen Schülern die damit verbundenen Schmerzen ersparen. Nach 15 Minuten Aufwärmen konnten wir gleich einsteigen. Im Workshop-Modul 1 haben wir Finger-Hand-Armhebel angeschaut und geübt. Es hat allen Teilnehmer, auch mir, einen riesen Spass gemacht. Ich bekam sogar ein Kompliment, wie super motiviert meine Truppe sei. 🙂 Ganz klar werde ich künftig noch weitere Module mit Angelo anbieten. Schliesslich wollen wir diese Techniken auch einmal so gut, sagen wir mal, fast so gut, wie Angelo beherrschen. Markus filmte alle Instruktionstechniken mit seinem Handy. Nun frage ich mich ob die Teilnehmer Interesse an dem Video haben? Es könnte sein, dass es ein paar Teilnehmer gibt die meine Schreie nochmals in aller Ruhe anschauen möchten oder es dazu nutzen, um die Techniken zu verinnerlichen? Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag für die DVD-Rohlinge lässt sich da sicher etwas machen. Es sieht schon extrem aus, ein kleiner Zusammenschnitt findet ihr im Facebook. Viel Spass und bis zum nächsten Training!

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Freitag und Samstag Weiterbildung angesagt Liestal

Am Freitagabend und den ganzen Samstag besuchte ich das Modul 8 aus dem Advanced-Instruktoren-Lehrgang. Dort ging es um die Trainingslehre, wie soll man unterrichten und welche Methodik eignet sich am besten.

Das Thema war mit methodischen Akzenten zu arbeiten. Uns wurde beigebracht wie man lernwirksam unser Wissen vermitteln sollte. Mit dem Ziel einen optimalen respektive stufengerechten und erfolgreichen Unterricht anzubieten.
Am Freitagabend absolvierten wir den theoretischen Teil.  Behandelt wurden hauptsächlich die drei Stufen des motorischen Lernens. Lernstufe von eins bis drei… Basic, Advanced und Instruktorenlevel.

Heute Samstag wurde es dann für alle Kandidaten ernst. Für die verschiedenen Trainingsaufgaben mussten Lose gezogen werden. Mein Partner und ich erwischten das Thema Stockabwehr und mussten passend zur Advanced-Stufe  ein entsprechendes Training über 20 Minuten vorbereiten.  Alle Gruppen wurden anschliessend von den Teilnehmern bewertet. Die verschiedenen Feedbacks waren für mich sehr informativ. Ich konnte so einiges an nützlicher Information mit nach Hause nehmen. Die heute gemachten Erfahrungen gaben mir persönliche Bestätigung, dass ich bereits unbewusst keine markanten Fehler in meiner Unterrichtsart mache. Aufgefallen ist allen Teilnehmern während meiner Lektion meine direkte Art der Motivation. Dort muss ich unbedingt meinen Wortschatz erweitern!  Ich habe ab sofort das Wort „Memme“ aus meinem Wortschatz gelöscht. Nie mehr werde ich bei Drillübungen die Schüler als Memmen bezeichnen, auch wenn es, wie ihr wisst, nicht denunzierlich gemeint ist! Eventuell kennt jemand ein anders Wort welches zu Leistungssteigerung beitragen könnte? Bis anhin war ich der Meinung, dass ich mit der Bemerkung „los ihr Memmen gebt mal Gas“, sich niemand beleidigt fühlen würde. Ich wollte  damit motivieren, die Leistungsbereitschaft zu steigern.

Die Unterlagen über die Dreistufen-Methodik habe ich schon länger in meinen Ordnern. Mit den heutigen praxisbezogenen Übungen wurde mir der Text verständlich und ich werde die verschiedenen Akzente daraus in den künftigen Trainings bewusster einbauen. Ich bin Giuseppe sehr dankbar, dass er so ein hochwertiges und gut strukturiertes Ausbildungsprogramm entworfen hat! Die gemachten Erfahrungen von heute werden mir persönlich auch viel Zeitersparnis in der Trainingsvorbereitung einbringen.

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Der letzte Abend im März 2011 wird bei uns auch wieder fleissig trainiert

Zur Einsteigerlektion kamen heute weniger als sonst. So waren es insgesamt 12 Teilnehmer die sich heute Abend für Krav-Maga begeistern konnten. Halt, ein paar von uns sind momentan auch noch in den Ferien, ok, doch vermisse ich schon einige Gesichter. Bin mal gespannt ob sie in einer Woche wieder dabei sind. Ich bin halt so, möchte am liebsten immer alle Schüler um mich herum haben.

Beim heutigen Einsteigertraining kam ich sogar noch schneller als üblich ins Schwitzen. Der Frühling ist da und schon bald müssen wir die Klimaanlage starten. Wir starteten mit leichten Konditionsübungen und dehnten uns gegenseitig die Beine. In einem Jahr können wir alle den Spagat. Natürlich durfte meine neuste Idee heute Abend nicht fehlen, eine ganz neue Art der Laufübung in der Zweiergruppe: der Vordere wird von hinten umgestossen und fällt kontrolliert nach vorne zu Boden, der andere läuft schulterbreit im Krav-Maga-Schritt von hinten nach vorne über ihn drüber. Danach steht der Liegende auf und stösst wiederum den vorderen um, etc. Gerne zeige ich die Übung denjenigen nochmals, die es sich jetzt nicht so genau vorstellen können. Jedenfalls brachte diese Übung die ganze Truppe ins Schwitzen. An unseren Boxfiguren trainierten wir wieder verschiedene Faust-, Hand- und Fuss-Schlagtechniken. Mir war es wichtig, allen Teilnehmern die Gesamtheit eines Schlages zu vermitteln. Für einen effizienten und starken Schlag reicht es nicht aus wenn nur der Arm alleine aktiviert wird, dafür braucht es den gesamten Körpereinsatz. Dies konnten wir, jeder so stark er mochte, an unseren Boxfiguren beliebig üben. Bei den darauffolgenden Partnerübungen ging es ebenfalls um die anfangs geübte Laufbewegung, zusammen mit einer Armbefreiung, wenn gleichseitig mit einer Hand am Handgelenk gezogen wird. Ich zeigte, wie rasch und einfach man sich um den gegnerischen Arm einwickeln konnte: ganz einfach den Arm mit einer Kreisbewegung einfädeln und die Hand auf die gegnerische Schulter legen und sich dabei möglichst nah am Angreifer halten. Weiter übten wir dann noch einen Ellenbogen-Einfädelungshebel. Dies als Variante, sollte die Distanz zum Gegner nicht gleich kurz sein wie vorher.

Danach ging es fast nahtlos zur Advanced-Lektion über. Zwar waren es jetzt nur noch vier Schüler, jedoch konnten wir so aber viel effizienter trainieren. Wir starteten gleich mit den Schutzwesten, Handschuhen und Helm und übten eine schwierige Kampftechnik. Die Aufgabe bestand darin, sofort nach einem Faustangriff einen Konterfaustschlag zu setzen und unmittelbar den Schlagarm einzuklemmen, sich abzudrehen, damit einen starken Zug nach vorne auszulösen. Darauf folgten ein paar Faustschläge gegen den Kopf und ein Kniestoss in den Oberschenkel mit Takedown, indem man den Gegner am Gesicht nach hinten umwirft. Der Angreifer wurde so am Schluss nach hinten abgelegt und am Boden fixiert. Mehr gab es nicht zu üben, es blieb über die gesamte Zeit bei dieser Lektion. Die mehrmaligen Wiederholungen hatten es in sich. Platschnasse Shirts, der Abend war gelaufen und wir können uns alle schon auf die nächsten Lektionen freuen!

PS: Den Link habe ich von Beat bekommen. So kann es ausgehen, wenn man sich auf einmal zur Wehr setzt.

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Heute ging es es also los, neu biete ich jetzt auch noch Karatekurse an

Heute startete der erste Karate-Einsteigerkurs in der Selbstverteidigungsschule in Herzogenbuchsee. Ich habe bereits ein Talent in der Truppe entdeckt, faszinierend! Eine Gruppe im Alter von 7 bis 16 Jahren zu instruieren ist eine Herausforderung und es brauchte viel Geduld. Aber ihr wisst ja, ich liebe Herausforderungen. 🙂

In der ersten Lektion ging es ums Kennenlernen und um ein paar Erklärungen zu dem Begrüssungsritual. Nebst kleinen Konditionsübungen legte ich auch Wert auf das Stretching der Beine. Wie geplant konnten wir Abwehrtechniken, die Lauftechnik und bereits zwei Schlagtechniken trainieren. In einer Woche wird es darum gehen, die Lauftechnik und die Koordination zu verbessern. Ich freue mich jetzt schon auf die Mittwoch-Karate-Truppe und hoffe, dass alle nächsten Mittwoch wieder dabei sind.

Weiter ging es dann mit der Basic-Kravmaga-Lektion. Wegen den neu gelieferten Masterhosen gab es eine kleine Verzögerung, weshalb wir erst kurz nach sieben Uhr mit den geplanten Hüpfbewegungen und Dehnübungen starten konnten, die ihr ja schon lange kennt. Danach ging es auf dem Boden weiter. Zuerst übten wir die „Spinne“, eine Koordinationsübung, welche etwas wie Breakdance anmutet. Danach übten wir das Abrollen über die Schultern und das schnelle Aufstehen. Weiter ging es mit einer Pratzenübung, um die Reaktionsfähigkeit zu fördern, die Angriffskraft mitzunehmen und unser Distanzgefühl zu verbessern. Dieselben Techniken übten wir danach zum Teil mit Weste und Helm. Im Wissen, geschützt zu sein, konnte wieder richtig Gas gegeben und realitätsnah geübt werden.

Die Einsteigertruppe wartete schon, unglaublich wie viele Leute auf einmal da waren, ich war ganz erstaunt. So cooool!  Bei den Einsteigern ging es heute um kraftvolle Schlagtechniken. Angefangen mit zwei starken Fussschlägen wofür unsere BOBs herhalten mussten. Danach kamen natürlich auch noch unsere Fäuste zum Einsatz, indem wir unseren BOBs gezielte starke Faustschläge auf die Rippen versetzten. Deshalb kann es gut sein, dass einige morgen die Hände und Handgelenke etwas stärker spüren werden als gewöhnlich.

Weiter übten wir die Abwehr gegen den doppelten Kragengriff. Es galt, sich, wie in allen Techniken von heute Abend, zuerst nach hinten abzudrehen und sofort die Abwehr und Kontertechnik anzusetzen. Das Wegstossen mit der Elle unter der Gurgel funktioniert garantiert, sofern man rechtzeitig an diese Verteidigungstechnik dachte. Lustig finde ich immer wieder die Konter und Takedowns mit den Fingerhebeln. Deshalb werden solche Techniken immer wieder in allen Lektionen wiederholt. Toll finde ich, dass immer wieder auch Mitglieder welche schon länger trainieren, die Einsteigerlektionen besuchen! Man kann nämlich nicht genug üben und deshalb ist es super, wenn ihr die Gelegenheit nutzt noch mehr Krav-Maga reinzuziehen! Übrigens, wir haben zwei neue Mitglieder die weiter machen! Dachte schon, dass ich sie verloren hätte als sie zum letzten Einsteigerlektion nicht gekommen sind. Ab bald werden Ralf und Stefan in allen Lektionen auch mit von der Partie sein!

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Frühling draussen, Hochsommer drinnen

Bei schönstem abendlichen Frühlingswetter fand heute die Fortsetzung vom gestrigen Basic-Training statt. Natürlich wärmten wir uns zuerst gründlich auf, dazu hatte ich heute im Gegensatz zu gestern mehr Gewicht auf die Bein- und Hüftarbeit gelegt. Nachdem wir schön warm waren gab es erstmals wieder einen technischen Abschnitt. Wir wiederholten kurz die gestrige Übung mit dem Zurückweichen, diesmal mit einer Ohrfeige als Konter und anschliessendem „aus der Kampflinie gehen“.

Danach repetierten wir kurz das Ausweichen gegen einen Versuch des Angreifers, das Shirt zu packen. Man hat es deutlich gesehen, sobald die Bewegung aus der Hüfte kommt spart man Zeit und Energie. Danach konterten wir mit einer Ohrfeige, um den Gegner zu verwirren und Zeit zu gewinnen. Um etwas mehr Action in die Sache zu bringen, übten wir anschliessend den Y-Schritt am Gegner vorbei, mit gleichzeitigem Checken der schwachen Hand, einem starken Hakenschlag und sofortiger Neuorientierung Richtung Gegner. Der Vorteil des Y-Schrittes ist, dass der Angreifer sich nach einem Konter erstmals neu orientieren muss, was uns einen wichtigen Vorteil verschaffen kann.

Als nächstes gingen wir verschiedene Abwehrmöglichkeiten durch, falls es der Gegner doch schaffen sollte, uns am Shirt zu packen. Wie erwähnt, nicht die packende Hand ist hier das Problem, sondern die andere Hand welche danach zuschlagen kann. Also führten wir wieder wie vorhin die Ausweichbewegung mit der Hüfte und dem hinteren Bein aus und wehrten mit der Unterarm-Schneidetechnik ab. Danach simulierten wir die Situation, falls diese Technik nicht zum gewünschten Erfolg führen sollte. Zum einen beugten wir mit der Schneidetechnik den Arm des Gegners… wie ihr gesehen habt, begibt er sich dann sogleich in die passende Haltung, um ihn am Kopf nach hinten umzuwerfen. Hier ist wichtig, dass man den euch packenden Arm nicht loslässt und ihn entsprechend mit dem eigenen Unterarm fixiert. Die andere Möglichkeit, ihn durch schnelle Körperdrehungen mittels einem so entstehenden Armstreckhebel auf den Boden zu bringen, hat es zwar in sich, gelang aber durch mehrfaches Üben bei den meisten recht gut. Wie gesagt, vielfaches Üben macht den Meister und führt zu der so wichtigen Verinnerlichung. Erst dann ist man in der Lage, die Verteidigungstechniken abzurufen, ohne überlegen zu müssen.

Danach übten wir noch verschiedene Abwehren gegen beidhändiges Packen am Shirt. Erneutes Abdrehen des Körpers (Schutz der Lebenswichtigen Zonen), gleichzeitiges Fixieren der einen Hand und Zurückstossen des Kopfes des Angreifers mit der anderen Hand. Als der Angreifer uns packte und zurückzustossen versuchte kam  neben der Drehung und Fixierung der einen Hand die Stopp-Schneide-Abwehr gegen das Schlüsselbein/Hals zur Anwendung. So haben wir eine gute Chance, den Angreifer zu stoppen. Sollte er dennoch weiterhin nach vorne drängen, so lief er geradewegs in unseren anschliessenden Kniestoss rein 😉

Nachdem wir noch mögliche Verteidigungen gegen das Reissen an den Haaren von vorne und hinten durchgegangen sind, konnten wir die restliche Energie noch mit der mehrfachen Schlagkombination schwacher/starker Faustschlag mit abschliessendem Ellenbogenschlag loswerden, bis wir unser wohlverdientes Cool-Down beim Dehnen machen konnten.

Ich hatte den Eindruck, dass dieser Abend wieder viel zu schnell vorüber war. Dennoch gab es das eine oder andere durchgeschwitzte T-Shirt. Wie sagt unser Peter noch immer? So soll es sein!

Besten Dank noch an Patrick, der sich immer zur Verfügung stellt um am Abend die Kravmaga-Schule ordnungsgemäss zu schliessen 🙂 Nächste Woche haben wir unseren Peter wieder. Mal schauen was für Übungen er sich diesmal während den Ferien ausgedacht hat 🙂

So long, Markus

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Die einen machen Urlaub, die anderen trainieren fleissig weiter ;-)

Wie ihr wisst ist Peter diese Woche mit seiner Familie im wohlverdienten Urlaub. Dennoch wird in der Kravmaga-Schule fleissig weiter trainiert. Mittwoch und Donnerstag findet aus organisatorischen Gründen je nur eine Trainingseinheit von 19.00 bis 20.15 Uhr statt, wie auch einige Nachzügler um 20.00 Uhr erfahren haben 😉 Vergesst also nicht, regelmässig in den internen Bereich der Homepage zu sehen und eure E-Mails mit dem Wochenprogramm zu checken.

Heute haben wieder einmal alle Stufen gemeinsam trainiert und auch eine neue Kravmaga-Interessentin fand den Weg zu uns. Aus diesem Grund habe ich das Training entsprechend angepasst und den Schwerpunkt hauptsächlich auf die Bewegungslehre und Basic 1/2-Techniken gesetzt. Auch wenn man schon etwas fortgeschritten ist so finde ich es doch sehr wichtig, die Basistechniken immer wieder zu repetieren und weiter zu verfeinern. Denn ohne funktionierende Bewegungsarbeit ist keine Verteidigungstechnik wirklich wirksam!

Nach dem Aufwärmen übten wir deshalb kurz das richtige Laufen in der Bereitschaftsposition, bevor es dann um das richtige Zurückweichen und Distanz gewinnen ging, wenn der Gegner auf einen zukommt. Danach übten wir das Umschalten von Verteidigung/Zurückweichen zum Gegenangriff/Ohrfeige. Wenn wir uns für eine Kontertechnik entscheiden, dann muss diese immer unmittelbar nach der Abwehr erfolgen. Nur so können wir den Gegner überraschen und die richtige Wirkung erzielen. Weiter ging es zum Zurückweichen, kombiniert mit einem Handballen-Stoppschlag und Hammerschlag als Konter. Dies wurde noch mit einem anschliessenden Kniestoss und möglichen Takedown ergänzt.

Zum Stoppen und Distanzgewinnen eignen sich auch Beinschläge, welche wir als nächstes übten. Stoppkick mit schwachem Bein mit Zurückweichen, danach folgte als Konter ein gerader Beinschlag mit dem starken Bein. Hier ist wichtig, dass bei den Beinschlägen zuerst das Knie angehoben und erst danach das Bein inkl. Hüfte durchgestreckt wird.

Auch das Reagieren bei unerwarteten Bedrohung von der Seite schauten wir an. Stoppkick mit dem näheren Bein mit Zurückweichen des Oberkörpers zum Schutz vor Schlägen stand als nächstes auf dem Programm. Auch diese Übung ergänzten wir anschliessend noch mit einem Kniestoss als Kontertechnik.

Natürlich ist nicht nur das Zurückweichen wichtig. Sehr entscheidend für den Ausgang eines Konfliktes ist auch, als Verteidiger aus der Angriffslinie des Aggressors zu gehen. Dies hat den Vorteil, dass sich der Angreifer nach der Abwehr/Konter zuerst wieder orientieren muss, was uns wichtige Zeit verschafft um entweder zu flüchten oder eine finale Technik anzuhängen, sollte er den Angriff weiterführen wollen. Genau dies übten wir anschliessend nach Anwendung der bekannten Techniken. Auch das Ausweichen durch Wegklappen der Hüfte bzw. Abdrehen des hinteren Standbeines gegen aussen haben wir angeschaut. Dies ist sehr nützlich z.B. bei einem versuchten Packgriff des Aggressors. Diese Bewegung kann auch dann angewendet werden, wenn der Angreifer mit einer hohen Geschwindigkeit auf uns zukommt. Hier gilt es vorallem die Hüfte richtig einzusetzen. Wenn die Bewegung aus der Hüfte kommt sind wir viel schneller, als wenn wir uns nur auf das hintere Bein konzentrieren. Dort werden wir morgen Donnerstag weiter machen.

Am Schluss ging es noch mit einer Konditionsübung kurz an die BOBs, um den Kreislauf noch einmal richtig heraufzufahren, bevor sich alle dann beim anschliessenden Dehnen entspannen konnten.

Ich hoffe es hat euch genauso Spass gemacht wie mir 🙂

Markus

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Der Winterspeck muss weg! Unsere „BOB-Bahn“ steht bereit

BOB = Box Boy

Damit wir schnellst möglich und auf sinnvolle Art den Winterspeck abbauen können habe ich für uns eine „BOB-Bahn“ aufgebaut einen BOB-Parcours den wir in den nächsten Training ein paar Mal durchlaufen werden 🙂

Freue mich!

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