Jemand steht hinter dir

Immer wieder üben wir die unterschiedlichsten Situationen und stellen uns mögliche Übergriffe vor. Eine der unangenehmsten Situationen ist es wenn jemand dich hinterlistig angreift. Es ist ganz normal, dass man zuerst einmal schauen möchte was da auf einem zukommt. Beim Umdrehen sollte vermieden werden sich auf der Stelle zu drehen. Deshalb üben wir den diagonalen Ausfallschritt nach vorne und drehen uns erst danach um. Dabei nehmen wir zum Schutz beide Arme nach oben und könnten damit einen allfälligen Faustschlag etwas entschärfen oder sogar ganz abblocken. Nach dem diagonalen Ausfallschritt nach vorne und der Drehung können variable Techniken angewendet werden. Alleine durch das schnelle absenken der Arme und das damit verbundene Einklemmen der gegnerischen Arme kann relativ schnell eine Kontertechnik eingeleitet werden. Nutzt man den Schwung der ganzheitlichen Körperdrehung gelingt es einem den Angreifer zu destabilisieren. Würde nach der Drehung der Angreifer einen Schritt zurück weichen müsste man über eine mögliche Angriffst Kombination verfügen. Eine derartige Angriffskombination hatten wir ebenfalls einstudiert. Wenn immer möglich möchte ich euch zeigen was wir jeweils trainieren, leider gelingt es mir eher selten.
Trainings-Memo von Herzogenbuchsee: Bei dieser Lektion habe ich es nicht vergessen und einem meiner Schüler die Kamera in die Hand gedrückt und er hat ein paar Variationen aufgezeichnet. Vielleicht seid ihr daran interessiert? Ich wünsche euch dabei viel Spass!

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Begleitschutz bedeutet Höchstleistung

Unser Auftrag lautete für die Sicherheit von Roger Federer bei der Feier der Firma Jura zu sorgen. Die Eröffnungsfeier des Walk of Fame lanciert von der Firma Jura wurde bis ins kleinste Detail geplant und nichts dem Zufall überlassen. Für die allgemeine Sicherheit der Gäste und der Prominenz wurde die Self Protect Academy beauftragt. Es machte mich stolz, dass ich bei der Teamzusammenstellung mit dabei sein konnte.

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Faszinierend war auch der Moment wo ich zum ersten Mal Roger Federer gegenüber stand. Ab der ersten Sekunde spürte ich seine sympathische Ausstrahlung, unglaublich entspannt, nicht von dieser Welt, ausserirdisch. Sowas von passend der neue Werbespot „Federer als Astronaut“ dachte ich mir. Überhaupt keine Starallüren, Roger war sehr nett, begrüsste uns persönlich und schnell einmal waren wir per Du. Für uns alle war es klar, wir wollen alles geben damit der Tag auf der ganzen Linie zu einem Erfolgstag wird.

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Und so kam es, alles verlief wie am Schnürchen, die optimale Vorbereitung und das alt bewährte Team spielte sehr gut zusammen, tiptop. Nach aussen wirkten wir unauffällig und entspannt, doch jeder von uns war zu 100 % bereit. Die ständige Bereitschaft forderte viel Energie und als sich Roger dann verabschiedete konnten wir uns über das fantastische Erlebnis freuen. Für mich ist klar, ab sofort bin ich ein grosser Fan von Roger und werde ihn künftig vermehrt in den Medien verfolgen.

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Zum Schluss bekamen wir von der Firmenleitung ein grosses Kompliment für die geleistete Arbeit und verabredeten uns noch zur Schlussbesprechung. Derartige Aufträge sind eine grosse Entschädigung für alle harten Trainingsstunden die man über all die Jahre geleistet hat und motivieren weiterzumachen.

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Hier unser Dani, angehender Instruktor der Krav Maga Schule, neben Roger, rund 300 Mitarbeiter durften mit Roger ein Erinnerungsbild machen.

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Die innere Einstellung ist massgebend.

Aus den unterschiedlichsten Gründen kommen die Menschen zu mir ins Krav Maga Training. Einerseits um das Selbstvertrauen zu stärken, andererseits um sich fit zu halten. Verfolgt wird das gemeinsame Ziel, im Falle eines Falles sich und seine Familie verteidigen zu können. Damit man es überhaupt einmal lernt sich im Ernstfall zu verteidigen, braucht es  die passende Einstellung. Zu Beginn geht es um die Entwicklung des Kampfgeistes, lernen nicht aufzugeben sei es noch so anstrengend. Der Wille sich den unterschiedlichsten Herausforderungen zu stellen, den Aufwand, das Engagement aufzubringen um Krav Maga zu erlernen muss vorhanden sein! Je besser man die Techniken kann um so spassiger wird das Krav Maga Training. Hilfreich ist sich nach jedem Training drei Dinge zu notieren bei denen man Schwierigkeiten hatte! Die drei Techniken oder Abläufe sollten danach im Eigenstudium geübt werden. Ein grosser Fehler welcher immer und immer wieder gemacht wird, ist mit derselben Person zu trainieren. Der Grund dafür ist jeweils; man will sich nicht verletzen, man kennt sich und man vertraut sich. Falsch! Als Krav-Schüler gilt es die Herausforderung anzunehmen, zu lernen mit jedem, sei er noch so gross, muskulös oder unbeweglich, trainieren zu können. Mit der richtigen Einstellung kann man mit der Zeit seinen Trainingspartner entsprechend steuern und beeinflussen. Dieser Aspekt gehört ebenso zur Krav Maga Ausbildung wie das erlernen von den verschiedenen Techniken. Stimmt die Einstellung, geht es mit grossen Schritten weiter und der Spass am Krav Maga Training bleibt erhalten und steigt stetig an. Je grösser die Klasse um so mehr Auswahl an Trainingspartner und umso mehr Erfahrungen können gesammelt werden.

Wie in diesem Trainingsmemo gezeigt kann man als Fortgeschrittener mit mehreren Angreifern trainieren ohne sich gegenseitig zu verletzten. Spannend wird dann auch die Vielfalt der Trainingsmöglichkeiten, siehe den Clip…

 

Oder wie in folgendem Clip zu sehen ist, kann man mit der richtigen Einstellung jedem Trainingspartner, egal in welchem Level trainieren. Es gilt sich anzupassen und entsprechend auf den Trainingspartner einstellen.

 

 

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Das Bedürfnis sich sicher zu fülen

Die Mehrheit unter uns beschäftigt sich zu kurz oder gar nicht mit dem Thema Eigenschutz.
Immer wieder beobachte und hinterfrage ich wieso gewisse Kursbesucher mit Krav Maga nicht weiter machen. Vor allem bei den jüngeren Teilnehmern ist mir aufgefallen, dass nach sechs Monaten das Interesse schwindet und sie sich einen anderen Spassmacher suchen.  Je grösser zu Beginn die Begeisterung umso kürzer das Interesse. Die Vorstellung, dass man sich mehr Selbstvertrauen rasch mit einem Workshop oder Einsteigerkurs kaufen kann ist stark verbreitet. Man hatte ein negatives Erlebnis oder einen Übergriff, geriet in Bedrängnis und danach entschliesst man sich einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen. Das ist eine komplett falsche Einstellung, denn in paar Monaten kann man nicht nachhaltig lernen wie man sich verteidigen muss. Dazu braucht es jahrelanges Training. Krav Maga Self Protect zu lernen ist eine langfristige Angelegenheit. Ausserdem kann man Krav Maga Self Protect bis ins hohe Alter trainieren. Rasch ein wenig Sicherheit kaufen und das in dem Moment wo man es braucht??? Natürlich viel zu spät! Dazu ein kleines Beispiel aus meinem Alltag: Es kam ein Mann mittleren Alters zu mir und wollte so schnell wie möglich lernen wie er sich verteidigen könnte. Ich fragte ihn warum er es denn so eilig hätte, darauf antwortete er mit aufgeregter Stimme, dass er vor Angst kaum mehr schlafen könne. Sein neuer Nachbar bedrohe ihn täglich, schüchtert ihn ein und es kam auch bereits zu einem Handgemenge. Der neue Nachbar arbeitet samstags jeweils an seinem Sportwagen und Freunde kämen regelmässig zu Besuch. Bis tief in die Nacht würde Woche für Woche nach dem „Schrauben“ bis tief in die Nacht gefeiert. Als er sich einmal bei der Polizei über den Lärm beschwerte spitzte sich die Lage zu. Es blieb mir nichts anders übrig als meinem Kunden ein paar einfache Tricks beizubringen. Doch in Wirklichkeit fehlte es ihm an der notwendigen Fitness und dem Durchhalte-Vermögen. Nach kurzer Zeit war Schluss. Statt mehr Selbstvertrauen kam er zur Einsicht, dass er im Ernstfall überhaupt keine Chance hätte. Koordinativ würde er im Ernstfall schnell am Boden liegen und diese Erkenntnis raubte ihm die Motivation komplett. Er würde sich künftig anders verhalten, sich etwas einschränken. Später kaufte er sich einen Hund. Ein Bekannter von ihm erzählte mir, dass er mit dem Hund nicht zu Recht gekommen wäre, was mich nicht überraschte.
Erst vor kurzem verabschiedete sich ein Jüngling nach dem sechsten Training. Auch ihm würde die Motivation fehlen. Der Spassfaktor sei für ihn zu klein. Dieses Erlebnis war der Auslöser für diesen Blogeintrag. Ja Herrgott noch einmal! Was stellen sich diese Personen denn bloss vor, fragte ich mich? Sich im Notfall verteidigen zu können ist ohne Aufwand nicht möglich. Es ist eine ernsthafte Angelegenheit und man muss sich diese Fähigkeit mit viel Schweiss und Disziplin erarbeiten. Dass man selbst einmal in eine heikle Situation gerät ist je länger denn mehr wahrscheinlicher. Immer mehr Menschen leben enger zusammen und die Hemmschwelle einem Mitmenschen etwas anzutun wird immer kleiner. Bedenkt, dass man bis zu ca. fünf Jahren trainieren muss um sich kravmagisch verteidigen zu können. Man sollte so schnell wie möglich mit dem Training anfangen! In fünf Jahren wird sich die Situation verändern. Mit einem gesunden Mass an Selbstsicherheit wird das Leben künftig bestimmt bequemer sein. Ich bin der Meinung; müsste der Bösewicht damit rechnen, dass sein Vorhaben durch massive Gegenwehr gestoppt wird, er vielleicht davon absehen würde. Könnte doch sein? Jedenfalls hatte ich persönlich diesbezüglich bereits derartige Erfahrungen gemacht.

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Alltagsgegenstände für den Eingenschutz nutzen

Wöchentlich unterrichte ich die unterschiedlichsten Varianten rund um das Thema Eigenschutz. Wie man Alltagsgegenstände zur Selbstverteidigung einsetzen kann und welche Gegenstände sich dafür eignen, stossen immer wieder auf grosses Interesse. Entsprechend gut sind diese Trainingseinheiten besucht. Nebst Löffel, Gürtel, Zeitschriften, Taschenlampe… gibt es immer wieder neue Ideen. Aus diesem Grund lasse ich mir dann clevere Techniken für das Training einfallen. Ganz kurz nahm ich die Kamera zur Hand und kann euch eine mögliche Verteidigungslösung gegen einen Messerangriff zeigen. Eine Messerattacke mit einem Gürtel oder mit einem Handtuch abzuwehren kann durchaus erfolgreich ausgehen.

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Regelmässige Krav Maga Training bringt mehr als gedacht.

erinnerst Du dich noch warum Du damals mit Krav Maga angefangen hast? Das war eine gute und mutige Entscheidung! In der Gesamtsumme über alles gesehen bringt uns das Training ganzheitlich weiter. Regelmässiges Krav-Training bildet das Rüstzeug für den Alltag. Wir stärken uns physisch und psychisch und das Woche für Woche. Bis man die Stärkung verspürt braucht es eine starke Trainingsdisziplin und daran scheitern einige. In den Städten mehr als auf dem Lande.

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Schritte passend zur Jahreszahl

Und so schaffte ich es mit einer Schrittreihenfolge passend zur Jahreszahl eine Übung zu gestallten. Schrittbewegung, 2, 0, 1, 5.

Gleich in der ersten Woche vom neuen Jahr habe ich mir die Aufgabe gestellt eine Übung zu gestalten worin die aktuelle Jahreszahl (2015) passende Schrittfolge enthalten ist. In unserem Ausbildungs-System gibt es 8 verschiedene Schritte und so kam ich auf folgende Idee. Der Angriff startete wie folgt; mit links wurde ich am Revers festgehalten und mit der rechten Hand startete der Angreifer einen Hakenschlag. Zur Verteidigung machte ich einen Ausweichschritt (Nr. 2), kurzes Stehenbleiben (Nr. 0) und mit dem rechten Arm eine Schneidebewegung die zur Befreiung des Reversgriffes diente und im Optimalfall ebenfalls den Schwinger blockte. Weiter geht es mit der nächsten Ausweichbewegung, links Bein zurück = Schritt Nr. 1. Es folgt ein Richtungswechsel mit dem Schritt Nr. 5 dabei wird mit dem rechten Arm eine Sichelbewegung ausgeführt. Der Angreifer wird damit aus dem Gleichgewicht gebracht. Sofern man „Hara“ kennt und es ausführen kann schafft man es den Gegner bereits mit der Schneidebewegung aus dem Gleichgewicht zu bringen. Es bedingt jedoch mehrere Bewegungen in schneller Reihenfolge auszuführen. Schneidebewegung mit dem Ellbogen auf dem Brustbein des Angreifers hinunterschleifen und den eigenen Schwerpunkt sekundenschnell abzusenken, dabei das Bein hinter dem Angreifer stehen lassen. Ich nenne es kurz „Abkürzung“. Mit dem kurzen Clip wird die Technik besser verständlich sein.

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Regelmässige Weiterbildung und vergleichen

Mehrmals pro Jahr werden wir von unserem Chef aufgefordert nach Liestal zu fahren um gemeinsam mit allen Instruktoren zu trainieren. Zum Jahresende, das war am 29. November 2014, sind die Trainings jeweils lockerer als sonst. Am Morgen ging es um das ganzheitliche Ausweichen. Wie bereits üblich wurden wir zum Jahresschluss zu einem reichhaltigen Apéro eingeladen Eine gute Gelegenheit einmal untereinander verschiedene Erfahrungen auszutauschen. Von der Krav Maga Schule waren Patrick (Bern) und ich die einzigen die damals Zeit hatten. Alex lag leider krank im Bett, ihn erwischte es mit einer Magendarmgrippe. Einige Instruktore konnten aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen, dies obwohl der Termin bereits seit einem Jahr bekannt war.

 Bericht von Krav Maga Schweiz…

Gruppenbild vom Instruktorenkurs November 2014:

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Als Überraschung für die vier stellvertretenden KMS Chef-Instruktoren (Bruno Trachsel, Angelo Savorani, Nenad Stojkovic und Jürg Staubli) wurde erstmals die höchste Graduierung eine Krav Maga Master Instruktors vergeben. Alle vier sind praktisch seit den Anfängen (Jahr 2000/2001) dabei und wurden für ihr unermüdliches Engagement in der KMS Schweiz sowie ihr technisches Können mit dem Master Instruktor im Krav Maga ausgezeichnet. Herzliche Gratulation!

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In grossen Schritten kam dann die Weihnachtszeit und total anders als sonst verging die Zeit. Das liegt wohl daran, dass ich über diese Zeit sehr gut ausgebucht war und auch über die Feiertage unterrichtete. Schon Ende Januar und es folgte das nächste Aufgebot zum gemeinsamen Instruktoren Training in Liestal. Diesmal waren wir schon besser vertreten, vier von uns aus der Krav Maga Schule schafften es dabei zu sein. Es ging am 31. Januar 2015 den ganzen Tag darum wie man seine Schüler für das Sparringtraining vorbereitet. Puglisi zeigte ein paar interessante Ideen welche wir gleich testen konnten. Die Mittagspause war kurz, wir konnten somit über 5 Stunden testen und uns sparringmässig bewegen. Bestimmt könnt ihr euch vorstellen was das für ein Kraftakt benötigte? 2 Stunden am Morgen und drei Stunden am Nachmittag konnten wir im verschwitzten T-Shirt baden. Es war spannend, die Zeit verging im Fluge und auf einmal hiess es Stopp und es war Schluss. Schweissgebadet und mit vielen neuen Eindrücken konnten wir unter der Dusche entspannen. Alle haben das Tagestraining unverletzt überstanden. Diese Tatsache spricht für die Leiterqualitäten des Meisters Giuseppe Puglisi. Es ist nicht einfach bei so vielen Leuten die Trainingsdisziplin aufrecht zu halten. Das Sparringtraining ist sehr dynamisch und wenn man mit einem rücksichtslosen Teilnehmer trainiert kann es ohne weiteres zu Verletzungen kommen. Im Mai 2015 soll es dann wieder weitere Trainingseinheiten zum Thema Krav-Maga-Sparring geben. Wenn vorhanden,  sollte im Mai unbedingt seinen Helm und Weste mitnehmen! Für alle die keine eigene Weste besitzen, können eine von Giuseppe verlangen. Schon heute freue ich mich auf das übernächste Training! Das obligate Gruppenbild durfte nicht fehlen! Einfach immer wieder faszinierend wie viele Menschen ihre Freizeit für die kravmagsiche Weiterbildung nutzen! Faszinierend und gleichzeitig auch immer wieder erfreulich!

Gruppenbild vom Instruktorenkurs Januar 2015:

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Eine kleine Gruppe der Krav Maga Schule Herzogenbuchsee war selbstverständlich mit vollem Elan dabei.

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Messerattacke abblocken mit „Zugemüse“

Eine Attacke mit einem Messer zu blocken gehört zu den schwierigsten Techniken. Immer und immer wieder baue ich Messerabwehrtechniken auch in den Basic-Lektionen ein. Mit den Basic-Leuten trainiere ich die Grundabwehr-Techniken einzeln und mit den Fortgeschrittenen geht es dann realitätsbezogener zur Sache. Wir gehen bei den Messerattacken davon aus, dass der Angreifer nach dem ersten Versuch das Messer zurückzieht. Mit aller Kraft darum kämpft es zu behalten. Sich voll auf sein Messer verlässt und vergisst, dass er sich auch noch mit der anderen Hand wehren könnte.
Es reicht nicht aus nur den Messerblock im Schlaf zu beherrschen! Die gelernten Schritte müssen ebenfalls bis ins Detail sitzen! Gleich nach dem Block gilt es sich ganzheitlich zu platzieren, sich so aufzustellen um die Armbewegung des Angreifers einzuschränken! Ein guter und stabiler Stand ermöglicht dann auch noch zusätzliche Kurzdistanzschlagtechniken auszuführen welche den Angreifer schwächen. Erst dann kann man mit der  eigentliche Entwaffnungstechnik starten. Ein Beispiel wie man eine Messerattacke überstehen könnte üben und üben wir immer und immer wieder, und das habe ich für euch mal kurz gefilmt. Die Aufgabe war nach einer Bedrohung überraschend zu attackieren. Man beachte die seitliche Position nach der Attacke, nach dem Block und den schnellen Tritt in den Genitalbereich!  Diese Art zu blocken ist für den Angreifer sehr schmerzhaft und bedingt eine sehr schnelle Ausführung. Dank dem Tritt funktioniert die Entwaffnung danach fast von alleine. Nun wisst ihr was ich unter „Zugemüse“ bezeichne. Kurze Ellenbogenschläge, Kopfstoss, Kniestoss, eben das gesamte Repertoire an Nahdistanztechniken.

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Fitness, Kondition ist das im Krav Maga Training enthalten?

In all den vielen Trainingseinheiten welche ich bereits geleitet habe stelle ich innerhalb der Teilnehmer sehr unterschiedliche Erwartungshaltungen fest. Die einten Teilnehmer kommen um zu lernen wie man sich verteidigen kann, andere stellen den Fitnessaspekt in den Vordergrund. Somit versuche ich immer wieder beiden Anforderungen gerecht zu werden. Nicht immer einfach, vor allem bei den Hebeltechniken, dort braucht es mehr Kopfarbeit. Eigentlich kommt man auch bei Hebeltechniken ins Schwitzen, schon alleine die Schmerzen und ganz zu schweigen das wiederholte Aufstehen. Hapern tut es aber an den motorischen Fähigkeiten der Teilnehmer. Gerade bei den Neulingen ist es anfangs so, dass sie nicht in der Lage sind den ganzheitlichen Bewegungsablauf auszuführen. Durch das Zuschauen und das Überlegen verstreicht die Zeit und man bewegt sich weniger. Dies hat am Schluss zur Folge, dass man kaum ins Schwitzen kommt. Somit wird  bei den Anfängern/innen der konditionelle Aspekt nicht allzu stark gefordert. Erst mit der Zeit, sobald man die unterschiedlichen Grundschultechniken verstanden hat und in fliessende Bewegungen umwandeln kann wird das Krav Maga Training gleichzeitig zum Fitness-Training. Dank den polysportiven Bewegungen bilden sich an unterschiedlichen Körperpartien feine Muskeln welche den Körper ganzheitlich stabiler und fester machen. Durch die intensiven Wiederholungen stärkt man auch die grösseren Muskelpartien und erst ab dieser Stufe beginnt die Fettverbrennung. Erst ab diesem Level kann man das Krav Maga Training auch noch zum Abnehmen nutzen. Nicht selten kommen Kunden zu mir und wollen Krav Maga lernen und begründen es unter anderem als Möglichkeit das Gewichtsproblem zu lösen. Das funktioniert, -ABER… Der vorher erwähnten Erkenntnis zu folge möchte ich bemerken, dass vorgängig viel Fleiss erbracht werden muss und die Selbstdisziplin stark gefordert wird. Übergewicht und Selbstdisziplin ist ein extrem grosser Gegensatz. Es ist also eine sehr grosse Leistung, und nur ganz wenige Menschen schaffen es diese Leistung konsequent zu erbringen. Ausnahmen gibt es immer und ich bewundere alle die es dann auch wirklich schaffen! In einigen Lektionen baue ich minütige Durchhalteübungen ein. Die einfache Ausführung steht dabei im Vordergrund. Der Gruppendruck zwingt die Teilnehmer/innen jeweils dazu bis ans Limit zu gehen. Wer das konsequente Schlagen auf die Kissen durchhält bringt sich automatisch auf den nächst höheren „Konditions-Level“. Nur leider beobachte ich immer wieder, dass nach solchen einfachen Konditionsübungen sich gerade derjenige der es wirklich nötig hätte sich regelmässig sportlich zu betätigen, sich drei Wochen nicht mehr blicken lässt. Oftmals schreibe ich diesen Mitglieder/innen eine persönliche Trainingseinladung und dann stehen sie  wieder auf den Matten. Doch auf die Dauer macht es keinen Sinn. Einer der vielen Ausdauerübungen könnt ihr im folgendem Kurz-Clip sehen.

 

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