Ein Tag voller Energie

Bereits in der Karate-Lektion stellte ich fest, dass heute die Kinder voller Energie waren. Ich musste mir so einiges einfallen lassen um ihren Tatendrang zu kanalisieren. So begann ich gleich mit Konditionsübungen, verbunden mit aufmerksamen Zuhören. Je nach Kommando mussten die Kinder eine Übung ausführen; auf den Bauch liegen, auf den Rücken liegen, Liegestützen… Zur Verbesserung der Kick-Technik übten wir gleich danach Mae-Geri und Yoko-Geri über vorab gestapelten Schlagkissen und es galt somit, die Beine höher als die Kissen anzuheben. Die Aufgabe wurde von allen super gemeistert. Ein junges Mädchen, welches heute zum ersten Mal kam, gerade sieben Jahre alt, erstaunte mich total. Sie gab sich ganz viel Mühe und ich konnte deutlich spüren, dass sie unbedingt Karate lernen will. Ziemlich sicher wird aus ihr einmal eine erfolgreiche Sportlerin. Wir wiederholten die unterschiedlichsten Grundtechniken und lernten die Kata im Rhythmus zu laufen.

Darauf folgte die Krav Maga Basic–Lektion. Dort waren wir etwas weniger als sonst. Auf dem Programm stand Boxtechniken, Kicktechniken und Bodenverteidigungstechniken. Zuerst übten wir diese einzeln, danach gab es einen kleinen Parcours. Abwechslungsweise mussten die drei Bodenverteidigungstechniken durchgemacht werden, danach ging es zum Bob-Parcours. Mit Absicht baute ich mit meinen Kommandos etwas Stress auf. So mussten die Schüler schneller als sonst die Übungen absolvieren. Sie mussten sich am Boden auf drei verschiedene Arten verteidigen, danach warteten vier Bobs auf sie, welche mit unterschiedlichsten Techniken bearbeitet werden mussten. Das Aufwärmtraining hatte ich bei dieser Lektion etwas anstrengender als üblich gestaltet. Die Boxtechniken und deren vielen Wiederholungen forderten das Durchhaltevermögen. Wir schlugen Haken und zwar während dem Rückwärtslaufen. Hierbei zeigte es sich ob man ansatzlos Haken schlagen kann oder nicht. Alle geübten Techniken konnten wir danach in der Parcours-Lektion anwenden und dank den mehrmaligen Durchgängen festigen.

Zur Einsteigerlektion kamen heute wieder zwei neue Interessenten. Bin mal gespannt ob sie bleiben werden. Konditionell war es heute anspruchsvoller als sonst. Denke aber, dass es auch in ihrem Sinne war? Auf dem Programm standen Wiederholungen aus der letzten Lektion und Stockabwehr. Wir wiederholten die vier unterschiedlichen Verteidigungsmöglichkeiten gegen Würgerangriffe von allen Seiten. Danach gingen wir über zur Stockabwehr. So musste ein von oben her geschlagener Stockschlag abgewehrt werden. Hierzu zeigte ich unterschiedliche Varianten. Die Abwehrvarianten unterteilte ich in Einzeltechniken, was das Lernen vereinfachte. Die Teilnehmer liessen sich mitreissen und übten ohne Unterbruch. Ich musste immer wieder zur Vorsicht ermahnen und verlangte, dass die Techniken langsamer geübt wurden. Man kann generell davon ausgehen, dass wenn man viel Kraft anwenden muss, die Technik falsch ausgeübt werden. Somit bringt „Murksen“ garantiert nichts und erhöht sogar die Verletzungsgefahr! Somit also die Techniken lieber langsam, dafür so oft wie möglich dausführen. Immer wieder gerne, ich konnte es heute auch nicht lassen, habe ich ein paar schöne Hebel eingebaut. Gerade bei den Neulingen teste ich jeweils gerne wie die Hebel funktionieren. Wenn jemand noch nicht weiss was kommt und der Hebel funktioniert, dann bestätigt es sich, dass die Technik auch in der Realität funktioniert. Zum Abschluss klopften wir uns noch mit den Gummistöcken ab, lockerten somit die Muskeln. In einer Woche werden wir sehen ob von den Neulingen jemand bleiben wird. Die Krav Maga – Familie wächst und wächst, so muss es sein! Alex und Karin danke ich noch recht herzlich, dass sie sich den Neulingen annahmen!

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Das Thema Messerabwehr, es war wieder einmal Zeit!

Verteidigung gegen Messerangriffe hatten wir schon lange nicht mehr geübt, deshalb fand ich es an der Zeit, uns die Grundtechniken in Erinnerung zu rufen. Obwohl neue Interessenten angemeldet waren, blieb ich dabei. Das letzte Mal machte ich ja damit keine guten Erfahrungen. Wenn neue Interessenten kommen, sollte man eigentlich nicht das Thema Messerabwehr behandeln. Es könnte missverstanden werden, gerade, wenn es sich um Frauen handelt. Dieses Mal habe ich mir jedoch etwas Besonderes einfallen lassen. So musste man sich zuerst befreien und erst danach erfolgte der Messerangriff. So lernten die Interessenten gleich die verschiedenen Armbefreiungstechniken und konnten je nach Talent die anschliessende Messerabwehr freiwillig üben. An diesem Abend war die Beteiligung sehr hoch, doch mit etwas Disziplin hatten wir Platz. Diese Art Messerabwehr zu trainieren gefiel mir sehr gut, das werde ich weiterhin so planen. Bei der anschliessenden Advanced-Lektion hatten wir wieder genügend Platz. Die Aufgabe war sich strategisch sinnvoll gegen zwei Angreifer zu verteidigen. Die Anwärter mussten  sich selber eine mögliche Situation ausdecken welche wir danach mehrmals wiederholten. Insgesamt waren es drei unterschiedliche Situationen. Einmal war es eine Stockabwehr und zweimal die Abwehr gegen einen unterschiedlich ausgeführten Messerangriff. Wir übten heute ohne Ausrüstung, entsprechend vorsichtig, doch dieselben Abläufe werden wir in einer Woche mit Schutzanzug trainieren. Das wird bestimmt Spass machen!

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Intensiv geknutscht mit dem Ergebnis eines grossen blauen Fleckens

Im Kinder-Karate waren wir heute sehr wenige, Schuld daran war immer noch die Magendarmgrippe. Schon über Wochen werden wir die Grippe einfach nicht los. Besucher hatten wir auch, Vater und Tochter kamen vorbei um uns zuzuschauen. Doch die Tochter bemerkte bereits nach kurzer Zeit, dass sie fürs Karate noch etwas zu jung sei. Es war lustig wie der Vater seine Tochter verschiedentlich motivieren wollte, es aber nicht schaffte. Wer weiss, in zwei drei Jahren.., aber mit sechs Jahren ist es halt schon etwas früh, jedenfalls für das Karate-Selfprotect welches ich unterrichte. Im anschliessenden Krav Maga Training war das Thema die Verteidigung aus der Bodenlage. Wir haben heute wieder einmal so richtig am Boden rum geknutscht, habe ja angekündigt, dass wir heute nicht frieren würden. 🙂 Heute schien es mir anders als sonst zu sein, entgegen meinen Erwartungen gefiel der Bodenkampf allen Teilnehmer sehr gut. Wir lachten über einige Situationen…  Ganz wichtig war mir heute Abend aufzuzeigen, wie man sich gegen das Festhalten am Boden, wenn der Gegner einem auf dem Bauch sitzt und am Revers festhält oder auch würgt, verteidigen kann. Oftmals, ich habe dies sogar auch schon bei Instruktoren feststellen können, wird die Befreiungstechnik verwechselt. So ist es beim Würgen am Hals sehr wichtig zu wissen, dass man die Hände des Würgers nur ca. 2 cm vom Hals wegziehen muss und danach bereits die Brücke zum Abwerfen starten sollte. Die Hände lediglich zwei Zentimeter nach unten zu ziehen reicht völlig, weil man danach bereits wieder atmen kann und das Gehirn wieder mit Blut versorgt wird. Oftmals wird aber in der Würgesituation das Knicken der Ellenbogen mit einem Hammerschlag angewandt, was falsch ist. Dies bewirkt noch grösseren Druck auf die Gurgel.  Dass es funktioniert bewies ich mit Claudia, doch leider leider, ojeh, als ich kniete, spürte ich, aber nur ganz kurz, dass ihr Arm bzw. nur ein kleines Hautstück zwischen meinem Knie und dem Boden eingeklemmt wurde. Unweigerlich ergab sich ein ganz grosser blauer Fleck am Oberarm. Eine bleibende Erinnerung an den heutigen Abend, sorry Claudia! 🙂 Es hat sicher wehgetan, doch in einem Jahr wird bestimmt niemand mehr darüber reden. Als wir dann die drei heutigen Verteidigungstechniken geübt hatten, stellte ich die Aufgabe, einen ganzen Ablauf, beginnend mit dem Takedown zu üben. Man wurde also angegriffen, geworfen und nun musste man sich am Boden verteidigen. Die Rolle des Verteidigers wurde jeweils abgewechselt. Somit konnte man sich den Ablauf realer vorstellen. Kurz vor Schluss kehrten wir wieder zu den einzelnen Techniken zurück. Es warteten bereits die neuen Schüler und ich musste Schluss machen. In der zweiten Lektion ging es dann etwas gemütlicher zu und her. Mit den Einsteigern übte ich heute das Laufen, verbunden mit der Verlagerung des Schwergewichts und es ging um die Befreiung gegen Halswürgetechniken. Geplant war auch noch eine Stockabwehr, doch diese werde ich nächsten Mittwoch nachholen. Gleich wie in der vorgängigen Lektion ging es mir auch hier darum aufzuzeigen, wie wenig es braucht, sollte man gewürgt werden, dass man wieder atmen kann. In der Panik neigt man dazu viel zu stark und an der falschen Stelle zu ziehen um sich zu befreien. Die Würgebefreiungstechniken sind nicht gerade schweisstreibend, doch ich verlangte volle Konzentration, um vorsichtig zu sein und den Trainingspartner nicht zu verletzen. Zur Auflockerung zeigte ich danach noch zwei interessante Z-Hebel, sehr schmerzhaft, aber effektiv. Wie erwartet brachte es die erwünschte Auflockerung, wir hatten unseren Spass, so soll es sein. 🙂 Den Interessenten gefiel meine Art, sie werden bleiben und den Einsteigerkurs absolvieren. Schon bald habe ich eine „Samstagmorgentruppe“ zusammen. Nächsten Mittwoch werden wir kurz dieselben Techniken wiederholen und dann zwei Stockabwehrsituationen üben.

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Das Rennen auf dem Rücken und gleichzeitig boxen machte Spass

Im heutigen Training wurde mehr als sonst gelacht, es machte einfach Spass. Im Grunde waren es recht anspruchsvolle Minuten, die Kondition wurde überdurchschnittlich gefordert. Doch gut verpackt, richtig taxiert und allen ging es wunderbar. Das Thema in der heutigen Einsteigerlektion war die Verteidigung gegen zwei lästige Angreifer. Gleich von Anfang an baute ich Elemente ein wo man sich auf zwei Personen konzentrieren musste. Der eine Trainingspartner kam mit den Pratzen, dort galt es Faustschläge abzusetzen, der andere Partner kam mit dem grossen Schlagkissen, dort galt es zu kicken. Wobei derjenige mit dem Schlagkissen dauernd seine Position verändern musste. Um die Kicks zielsicher zu schlagen, dies auf unterschiedliche Distanzen, galt es darauf zu achten, dass man zuerst das Knie anzog bevor das Bein ausgestreckt wurde. Zwischendurch gab es zur Auflockerung noch ein spezielles Rennen. Auf dem Rücken liegend, der Partner hielt das Kissen auf Kopfhöhe Richtung Boden, musste man Boxen und schlangenmässig den Körper mit den Beinen dem Boden entlang schieben. Ja, da konnte man wieder einmal sehen, die Älteren unter uns fallen keneswegs ab… eine Frau mit Jahrgang 67 gewann das Rennen souverän. So cool!  Mit Kicks, rückwärts auf den Händen und Beinen gab es auch noch ein weiteres Rennen, welches meine Tochter gewann, sorry, wie kann es auch anders sein, grins. Weil alle so aktiv mitmachten, gab es zur Belohnung noch eine Staffel. Auf den Händen tragend musste man in der Dreiergruppe seinen Trainingspartner auf die andere Seite transportieren. Teamarbeit war gefragt und es funktionierte sehr gut. Weiter ging es danach mit möglichen Reaktionen am Boden als Schutz gegen Fusstritte Richtung Kopf. Block und Hebel als Antwort, der Angreifer war damit ausser Gefecht. Doch von hinten kam noch ein weiterer Angreifer, den musste man mit dem Bein blockieren und mit einem Beinhebel den Takedown einleiten. Danach konnte man aufstehen und wegrennen. Zur Entspannung  gab es nochmals „Kissenkicken und Pratzenboxen“ im Intervall. Zwischen den beiden Techniken musste man noch abliegen und die Klappmesser-Bauchübung ausführen, dabei blieb kein T-Shirt mehr trocken. Es war ein super Training! Intensiv und für alle war etwas dabei.

Im Advanced-Training ging es dann mit der Schutzausrüstung weiter. Es ging heute wieder darum, dass man sich vom Angriff nicht ablenken lassen sollte. Egal wie der Angreifer zuschlägt, die eigene geplante Block und die Schlagkombination wurde konsequent durchgeführt und dabei musste man seitlich vorwärts im Y-Schritt gegen den Angreifer laufen. Nicht einfach, denn schnell passierte es, dass man statt zur Seite gerade nach hinten auswich, was natürlich schlecht war. Doch dank den vielen, vielen Wiederholungen ging es immer wie besser. Insgesamt übten wir zwei unterschiedliche Abläufe mit sehr ähnlichen Bewegungsprinzipen. Der Erfolg lag, wie eigentlich immer, im Detail. Erst nachdem alle Details meinerseits erwähnt wurden, funktionierte der Auflauf reibungslos. Ich mache es oft so, dass ich zuerst einen Teil erzähle, dann den groben Ablauf üben lasse und erst dann den nächsten Teil aufzeige, etc. So sind am Schluss alle Informationen vermittelt. Diese Stufen-Methode hat sich sehr gut bewährt. Schweissgebadet konnten wir unsere Rüstung ausziehen und duschen gehen. Ein zufriedener Abend war zu Ende, es war schön mit euch!

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So so, im 2012 geht es nun mit Vollgas weiter

Es kann weitergehen! Das erste Karate-Training im neuen Jahr war süss. Die Kinder benahmen sich ein wenig überdreht und freuten sich, dass sie wieder einmal Karate trainieren durften. Über die Weihnachtszeit machten wir ja eine „Karatepause“. Die meisten haben über die Weihnachtsferien zu Hause brav geübt. Es ist immer sehr motivierend zuzusehen wie die Karate-Kinder grosse Fortschritte machen.

Ebenso im Krav Maga, auch dort ist es sehr motivierend zu beobachten wie alle mit viel Spass dabei sind und fleissig die vorgegebenen Techniken trainieren. Heute wiederholte ich so einiges. Es gab ein ähnliches Programm wie eine Woche zuvor. Der Beinhebel und das Fallenstellen musste nochmals geübt werden. Begonnen haben wir jedoch mit einem abwechslungsreichen Aufwärmtraining. Schon gleich von Beginn an wollte ich die Teilnehmer wecken und die Konzentration fördern. Dazu verwende ich oftmals Partnerübungen, so wird jeder, ob er will oder nicht, dazu gezwungen sich auf den Trainingspartner zu konzentrieren. Mit abwechslungsweise ausgeführten Abwehr und Schlagtechniken, selbstverständlich während des Laufens, förderten wir die ganzheitliche Koordinationsfähigkeit. Weiter bildeten wir Gruppen, dort musste sich ein Einziger gegen mehrere „Pratzenangreifer“ mit Abwehrblöcken schützen. Eine andere Person hatte die Aufgabe immer wieder dazwischen zu stehen um den Ablauf zu stören. Für den Verteidiger war es recht anstrengend die Übersicht zu bewahren. Er durfte nur ganz kurz auf den einzelnen Angriff eingehen, ansonsten hatte er bereits den nächsten Pratzenschlag im Gesicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause stiegen wir ins eigentliche Programm ein. Ich stellte zwei unterschiedlich Verteidigungsaufgaben. Pro Lösung gab es zwei unterschiedliche Verteidigungsmöglichkeiten. Im anschliessendem Drill mussten die Schüler abwechslungsweise die zwei Abwehrtechniken durchmachen und konnten selber entscheiden welche der beiden Techniken besser zur Situation passte. Ganz klar erkennbar war, dass der Stress welcher durch den Drill ausgelöst wurde, das Konzentrationsvermögen sehr stark beeinträchtigte – was in der Realität sehr ähnlich abläuft. Bei den ersten gestellten Aufgaben musste man zuerst einen Angriff mit den Fäusten abwehren, stürzte nach hinten und als Rettung musste man dem Angreifer aus der Bodenlage einen Beinhebel einfädeln. Bei der zweiten Technik wurde man von hinten angegriffen und an beiden Handgelenken zurückgezogen. Es galt sich so schnell wie möglich zu befreien und einen Takedown einzuleiten. Zum Ausklang gab es noch eine Lockerungsübung… Boxen in verschiedenen Positionen, so richtig entspannend. Die Position fünf und sechs verlangten gute Konditionsreserven. Als letzte Übung dehnten wir uns noch etwas die Beine. Wenn man vergleicht, so sah man, dass sich alle generell punkto Dehnbarkeit steigern konnten. Frühzeitig zog ich das Rollo hoch, denn ich erwartete Gäste… heute kamen vier neue Interessenten zum Gratisprobetraining.  In der zweiten Lektion achtete ich darauf, dass sich alle gut aufwärmen konnten und danach ging es mit dem „Haargelblock“, ja sorry Kusi, mit dem Passivblock zur Sache. Der Passivblock ist ein universeller Block, der seitenunabhängig eingesetzt werden kann, hauptsächlich dann, wenn man überrascht wird. Wegen den Neulingen erklärte ich den Ursprung von Krav Maga Selfprotect und erwähnte, dass es mein oberstes Ziel ist, jedes Training unverletzt zu überstehen. Wir übten das korrekte Ausweichen, den Y-Schritt. Dazu verwendete ich unterschiedliche Abläufe und kombinierte diese mit Schlagtechniken. Als Highlight brachte ich noch zwei Hebeltechniken, verbunden mit einer Befreiung, wenn man an den Haaren gerissen würde. Dies mache ich gerne, wenn Interessenten kommen. Damit beweise ich, dass man in der Selbstverteidigung durchaus erfolgreich sein kann, ohne den anderen blutig zu schlagen. Sehr schnell war die Zeit vorbei und das „Cooldown“ war angesagt. Am Trainingsende habe ich mit den Interessenten über das weitere Vorgehen gesprochen. Sie werden im Februar bei uns den Einsteigerkurs absolvieren was bedeutet, dass es ihnen bei uns gefallen hat.

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So ein Sauwetter, doch davon liessen wir uns nicht abhalten

Trotz Sauwetter, draussen wütete der Sturm „Andrea“ – Baumstämme lagen auf der Autobahn, Windböen mit weit über 100 km/h, kamen sie von weit her ins Training. Dies macht mich immer wieder Stolz! Es zeigt mir, dass meine Trainings geschätzt werden. Cool, dass heute auch wieder ein paar lange nicht mehr gesehene Gesichter dabei waren. Auch sehr gut finde ich, wenn man trotz Verletzung zum Training erscheint und zuschaut. Der Lerneffekt beim Zuschauen ist nicht zu unterschätzen. Ein neues Mitglied konnte heute Abend ebenfalls gewonnen werden. Sie hat vor Jahren bereits bei Puglisi trainiert und ist nun nach einer längeren Pause wieder bei uns eingestiegen.

Die heutige Lektion beinhaltete ein kurzes aber intensives Aufwärmprogramm und einen realistischen Ablauf einer Szene. Es galt sich mehrfach verhältnismässig zu wehren. Nebst dem korrekten Ausweichen übten wir die Befreiung, wenn man überraschend am Handgelenk gepackt wird. Auf zwei Arten galt es sich zu befreien, der Angreifer gab aber nicht auf, kam nochmals, packte am Revers, dies wurde mit einer Schneidetechnik abgewehrt, darauf folgte eine Ohrfeige, mit dem „Haargel-Block“ musste man diesen Schlag abwehren. Damit jedoch nicht genug, jetzt wurde es richtig handgreiflich, man wurde an den Haaren gerissen und mit zwei unterschiedlichen Handgelenkhebeln wurde der Takedown eingeleitet. Die jeweils einzeln geübten Techniken trugen wir am Schluss zu einem gesamten Ablauf zusammen und so bekam man das Gefühl wie es im Ernstfall so in etwa passieren könnte und wie man sich erfolgreich verteidigen kann. Zum Schluss gab es noch leichte Entspannungsübungen und wieder war eine coole Krav Maga-Lektion zu ende. Darauf folgte die Advancedlektion, welche wir jeweils unterschiedlich nutzen.  Zurzeit heisst es Advanced2-Prüfungstechniken durchspielen und den Ablauf verinnerlichen. In einer kleinen Gruppe wurden heute alle Stockabwehrtechniken abgearbeitet. Auch dabei waren die zwei Würger, welche man für die Prüfung beherrschen muss. Es klappte recht gut, wir können das nächste Mal zu den Pistolenabwehrtechniken übergehen, danach sind wir schon bald soweit.

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Ein toller Start war das heute, Krav Maga Selfprotect vom Feinsten.

Heute Abend war es wieder einmal so richtig voll! Vorbei sind die Festtage und der Speck muss weg! Absolut sinnvoll, wenn man dazu ins Krav Maga–Training kommt und locker ein paar Kalorien verbrennt. Heute gestaltete ich ein abwechslungsreiches Training, es gab Konzentrationsübungen, Reaktionsübungen und die Kondition kam auch nicht zu kurz. Spannend war für mich die Übung wo es galt mehrere Angreifer (Pratzen mit Blocks) abzuwehren. Allgemein wurde der Fehler gemacht, dass man dem Angreifer zu lange nachschaute und so den nächsten Angreifer zu spät kommen sah. Erschwerend kam dazu, dass man auch noch immer wieder einen „Unbeteiligten“ zur Seite schieben musste. Diese Art von Übung fördert das Beobachtungsvermögen. Wichtig zu merken bei einer Konfrontation, dass es bei einer Situation nicht nur das Vorher (etwas bahnt sich an) und das Unmittelbar (Angriff ist am laufen), sondern auch das Danach (Fluchtwege, andere Aggressoren, etc.) gibt! Anschliessend wechselten wir zu einer Kick-Kombination. Drei Kicks mussten stark und zielsicher geschlagen werden. Dazu mussten abwechslungsweise die Bobs hinhalten. Wie schon üblich, da Karin ja Geburtstag hatte, gab es als Geschenk einen speziellen „Karin-Hebel“. Schliesslich hatte Georgette damals auch einen Extrahebel bekommen, den ich zwischenzeitlich leider vergessen habe :D. Der kurzfristig entwickelte „Karin-Hebel“ kam jedenfalls gut an. Schliesslich habe ich mir da etwas ganz Spezielles einfallen lassen, ihr wisst Bodenkampf ist nicht ihr Ding, gerade deshalb kreierte ich einen Hebel für den Bodenkampf, grins. Jedenfalls war ich angenehm überrascht wie stark der Hebel, welcher mit dem Bein eingefädelt wurde, wirkte. Man musste sehr gut aufpassen, dass bei der Ausführung dem Partner nichts passierte. Nach einer Weile verliessen wir diesen „Karin-Hebel“ und gingen über zu einem Beinhebel, ausgeführt auf dem Rücken liegend. Die Beine wurden so gestellt, dass der stehende Angreifer in die „Falle“ tappte. Danach wurde der ganze Körper am Boden schraubenartig gedreht und schon fand sich der Angreifer auf dem Boden wieder, jedoch in einer sehr ungemütlichen Lage. Wir übten noch die Situation, wenn man mit einer Hand an den Haaren gerissen wird. Mit zwei kurzen Hebeln lag der Angreifer unweigerlich auf dem Rücken. Sollte man im Stress die gegnerische Hand fälschlicherweise auf die andere Seite drehen, so zeigte ich die Takedownvariante mit dem Ellenbogenstreckhebel. Locker konnte man am Boden dann den Fingerhebel zur Unterstützung des Aufstehens, ohne umzufassen, einleiten.  Da heute Abend niemand zur Einsteigerlektion kam, zog ich die erste Lektion noch etwas in die Länge. Damit waren alle Anwesenden einverstanden und wir konnten noch etwas länger als sonst hebeln :-). Insgesammt war es ein sehr guter Einstieg ins neue Jahr und wir konnten zufrieden nach Hause gehen.

Heute Abend wurde mehr als sonst gehustet. Ziemlich sicher war das der Grund dafür, dass am Schluss das Definfiziermittel fast leer war. Am Schluss, wie es sich gehört, habe ich meine Hände nochmals ausführlich desinfiziert. Claudia schnappte sich den Fotoapparat und dokumentierte  diesen Moment.

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Krav Maga Spezial-Workshop Mürren 2012 Ausschreibung

Soeben habe ich vom Chef die Ausschreibungsunterlagen des geplanten Workshops 2012 in Mürren erhalten und die Unterlagen zum Download bereitgestellt. Vorausgesetzt, wir bleiben Gesund, werden bestimmt einige von der Krav Maga Schule Herzogenbuchsee den 8. Workshop in Mürren besuchen. Das Thema klingt jedenfalls vielversprechend! 🙂

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Das allerletzte Training im alten Jahr

Heute trafen sich nur eine Handvoll Mitglieder zum letzten Krav Maga –Training in der Krav Maga Schule. Fast schon Privatunterricht, so kam es mir vor. Gut, dass es aufging, somit konnte ich auch mittrainieren! Den Trainings-Level passte ich den Teilnehmern an. So gab es Kombinationen für die Fortgeschrittenen und Kombinationen für die Anfänger. Die spezielle Boxkombination gefiel mir besonders gut, clever eingeteilt, den Schwung komplett ausgenutzt, garantierter Treffer. Allgemein wurde mit grosser Ausdauer geübt. Jeder konnte sich intensiv den Techniken widmen, da wir ja nur sehr wenige waren ging alles viel schneller als sonst. Kurz übten wir noch den Fall nach vorne und den Rundkick aus der liegenden Position.  Das ist eine Prüfungstechnik, die wir noch oft trainieren, welche ich immer wieder in den Lektionen einbauen werde. Bei den Partnerübungen trainierten wir die Befreiung gegen das doppelhändige Festhalten des einten Armes. Für diese Art der Befreiung zeigte ich drei unterschiedliche Möglichkeiten. Die erste Technik beinhaltete einen Ellenbongenstoss, darauffolgende Gegenbewegung und der Flucht. Die zweite Technik löste das Problem mit einem geschmeidigen Wurf. Die dritte Befreiungstechnik beinhaltete die kleine Innensichel.  Richtig fies wie der Angreifer dadurch erbarmungslos nach hinten stolperte, chancenlos stürzte er, man musste den Stürzenden am Arm festhalten,  damit er nicht unkontrolliert auf den Boden knallte. Die notwendige Vorsicht wurde diszipliniert eingehalten und alle hatten Spass an den neu gelernten Techniken. Bis zur letzten Minute wurde geübt, gehebelt… Schade, es ging alles sehr schnell vorbei,… das letzte Training, es ist nun Geschichte. Im nächsten Jahr geht es weiter. Wir wünschten uns allerseits einen guten Rutsch und verabschiedeten uns zum letzten Mal im alten Jahr. 🙂

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Training in der Altjahreswoche

Andere geniessen die freie Zeit, Familientreffen, Skifahren…, was man eben so in der Altjahreswoche tut. Wir, ein paar von der ganz harten Sorte, liessen es sich nicht nehmen und trainierten Krav Maga Selfprotect. In der ersten Lektion gab es ein schonendes Aufwärmprogramm, nichts verrücktes, nur intensives Dehnen der Gelenke und Sehnen. Danach ging es zu den Bobs, dort wurde eine Boxkombination mit ultimativem Kick einstudiert. Über längere Zeit wiederholten wir diesen Ablauf und festigten damit die Schlaggenauigkeit. Als uns die Fäuste schmerzten, wechselten wir zu den Partnerübungen, bei denen es um eine sehr ähnliche Schrittkombination ging. Bei der Partnerübung ging es darum zuerst rückwärts auszuweichen und danach sofort zur Seite die Angrifslinie zu verlassen und gleichzeitig zu blocken. Der Ablauf wurde mit einem ultimativen Kick erweitert. Wir gingen davon aus, dass nach dem Kick der Angreifer taumelte, die Absicht hatte sich festzuhalten, um sich vom leierten Typ zu befreien, zeigte ich den bekannten Armdrehhebel (Waschmaschinen-Hebel). Damit konnte man den angeschlagenen Angreifer bequem auf den Bauch legen und die Auseinandersetzung endgültig beenden. Diesen Ablauf übten wir bis zum Schluss. Es gab noch kurz ein gegenseitiges Abklopfen mit den Handschuhen und Tschüss.  Nahtlos ging es in die zweite Lektion. Das Aufwärmtraining der zweiten Lektion war heute leicht anspruchsvoller als sonst üblich. In der zweiten Lektion zeigte ich wieder einmal wie wirkungsvoll Handgelenkhebel und Fingerhebel sein können. Schmunzel, grins, Freude und funkelnde Augen. Es ist also gar nicht so schlecht, wenn man die Hand des Angreifers zu fassen bekommt. Daraus lässt sich viel anstellen. Ich beschränkte mich auf einen Handgelenkdrehhebel mit dem man den Angreifer innert Sekundenbruchteilen auf den Rücken legen kann. Ebenfalls zeigte ich wie schmerzhaft es sein kann, wenn man den Mittelfinger des Angreifers zu fassen bekommt. Mit einem Fingerhebel ist es durchaus möglich einen körperlich überlegenen Angreifer zu bändigen. Um die Handgelenke und die Finger zu schonen wechselten wir zu weiteren, sehr wirkungsvollen, Schlagtechniken. Wir übten Ellenbogenschläge und Hammerschläge. Sehr interessant war zu beobachten, dass sich die Schlagkraft bei allen Schülern relativ schnell verbesserte, je mehr Wiederholungen, je besser die „Schraubdrehtechnik“ desto wirkungsvoller der Schlag. So das wars für heute. Müde aber zufrieden gingen wir Heim 🙂

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