7 Stunden am Stück unterrichtet, hat Spass gemacht

Gestartet bin ich heute mit einer Privatstunde in Krav Maga Self Protect. Solche Privatlektionen biete ich schon von seit Jahren an, doch leider wird dieses Angebot zu wenig genutzt. Individualtrainings sind hervorragend dazu geeignet, gezielt an Schwachstellen zu arbeiten, man kann sich voll und ganz dem Schüler widmen und so ist es, wie in diesem Fall gut ersichtlich, wie der Schüler grosse Fortschritte macht.

Danach kamen die Kinder fürs Karatetraining und es wurde kurz laut, bis ich in die Garderobe ging. Ich sah, dass sie heute voller Energie waren, so soll es auch sein und dementsprechend konnten sie sich der in der Karatelektion so richtig austoben. Es galt eine Geschicklichkeitstrecke zu absolvieren und danach musste jeder die Kata durchmachen. Sobald diese beendet war ging es wieder auf den Parcours. Sichtlich hatten alle grossen Spass daran und gingen dann leicht erschöpft nach Hause.

In der darauf folgenden Krav Maga Self Protect Lektion ging es heute um die Blocktechnik und die Stockabwehr. Ich zeigte den Unterschied zwischen unvorbereiteter und vorbereiteter Blocktechnik. In beiden Fällen gilt es zurückzuweichen um die Distanz, und somit die Reaktionszeit, zu vergrössern. In der vorbereiteten Situation empfiehlt es sich, mit weniger Distanz zu reagieren, damit der Konterangriff schneller im Ziel eintrifft. Mit den Kissen übten wir anschliessend den Beinblock. Bei dieser Übung segneten zwei Kissen das Zeitliche und müssen nun repariert werden. Danach gingen wir zur Stockabwehr über. Der Stockangriff musste bei dieser Übung doppelhändig ausgeführt werden. Zur Abwehr übten wir zwei unterschiedliche Entwaffnungstechniken. Einmal wurde nach dem Aussenblock direkt entwaffnet und gekontert. Beim zweiten Angriff funktionierte die Entwaffnung über einen „Gesichtstakedown“. Zum Schluss war noch etwas Mut gefragt, ich nannte es „Bob-Drill“. Jeder Teilnehmer wurde von Gregor und mir am Boden für 10 Sek. festgehalten und musste versuchen aufzustehen. Danach ging es direkt gegen den Bob, wo jeder Teilnehmer innerhalb kurzmöglichster Zeit 40 Faustschläge im Ziel platzieren musste. Zum Schluss musste man sich durch die Pratzengasse wagen. Diese wurde durch die restlichen Teilnehmer gebildet, welche mit Pratzen und voller Tatendrang bereitstanden. Es galt, möglichst unbeschadet durchzugehen, sich dabei optimal zu decken um sich vor den vielen Pratzenhieben zu schützen. Alle mussten das mutige Unterfangen absolvieren, die Stimmung war am Höhepunkt angelangt. Doch leider war die Zeit danach schon vorbei und es folgte die Einsteigerlektion.

Auch hier ging es um einen sehr ähnlichen Inhalt, jedoch eine Lehrstufe tiefer. Wir begannen mit dem Fundament, den Beinen, ganz genau mit der Stabilität. Mit Gurten über den Hüften wurde man beim Laufen und beim Schlagen gestört. So musste man sich immer wieder stabilisieren und gezwungenermassen den Schwerpunt nach unten verlagern. Je tiefer man in die Knie ging, umso weniger störte das Ziehen am Gürtel. Mit den Pratzen übten wir dann auch wieder das Blocken aus der unvorbereiteten Ausgangslage. Kurzen Stress gab es noch am Schluss. Es musste am Boden gekickt werden und dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Dies ist eine sehr gute Übung und perfekt dazu geeignet, ein paar zusätzliche Kalorien zu verbrennen. Insgesamt war die Einsteigerlektion etwas anstrengender als gewohnt, dies weil ich jeweils allen Teilnehmern gerecht werden möchte. Bei den Neulingen haben wir ja konditionsstarke Jungs dabei und so wird das nächste Training auch wieder konditionsfördernd ausfallen. Sehr kurzweilig war auch diese Lektion, doch ich war irgendwie gar nicht müde. Nach 7 Stunden unterrichten fühlte ich mich recht gut. Hab noch rasch geduscht, danach gings auf dem direkten Weg ins Bett. Gute Nacht!

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Besuch im Krav Maga Center Bern…

Markus und ich werden in den nächsten Wochen den Trainingsbetrieb im Krav Maga Center Bern leiten und wollten deshalb die Teilnehmer kennenlernen. Heute Abend konnten wir gleich das Training von Dominik begleiten und sehen, dass auch in Bern mit Begeisterung trainiert wird. Alle haben sehr interessiert mitgemacht und vollen Einsatz geleistet. Markus und mich hat es beeindruckt und wir freuen uns die nächsten Wochen mit euch zu üben! Die Halle hat mich gefesselt, sie ist dermassen alt und dadurch wirkt sie exklusiv. Naja, das ist meine ganz persönliche Meinung. Es war ein spannender Abend, freue mich auf die kommenden Wochen!

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Ausdauer, Stressübungen und Stabilität, das Thema von heute Donnerstag

Das Trainingsziel des heutigen Abends war vorgeschriebene Abläufe unter leichten Stressbedingungen zu durchlaufen. Ebenfalls wollte ich allen Teilnehmern gerecht werden, ungeachtet ob Einsteiger oder Fortgeschrittene. Alle konnten den Verteidigungsablauf mehrmals üben. Bei dem Einsteigern brachte es eine Steigerung der Koordination und bei den Fortgeschrittenen bedeutete es Konditionstraining und Festigung. Deutlich konnte ich sehen wie die Ausführung immer präziser und schneller wurde. Da man in Gruppen arbeiten musste, blieb kaum Zeit für eine Pause, kaum konnte man sich befreien kam schon der andere Angreifer auf dich zu und diesen galt es danach sofort abzuwehren. Die Abwehr wurde exakt vorgeschrieben. Speziell achtete ich auf den Y-Schritt und das man am sich am Schluss hinter dem Gegner befand. Die Stabilität musste unbedingt bewahrt werden!  An verschiedenen Positionen baute ich unterschiedliche Stressfaktoren ein. Als erstes verlangte kontinuierliche Wiederholungen und immer mehr zog ich dann an, man musste aufmerksam zuhören. Der Rhythmus zum Wechseln oblag mir, niemand durfte selber Entscheiden wann genug sei. Ich verlangte immer mehr. Lies ständig Wiederholungen, danach kam der Konditionelle Stress. Somit ging es zu Beginn überhaupt noch nicht um die exakte Ausführung der Techniken, sondern um die Vielzahl der Wiederholungen. Wie schon oft sah ich, dass dieser Druck sich lohnte, die Techniken wurden automatisch besser und besser ausgeführt. Ein nächster Stressfaktor war das strikte Verbot des Ellenbogenschlages. Dieser durfte nur ansatzmässig ausgeführt werden. Man musste sich also an noch mehr Vorgaben halten. Nun kam die Ermüdung. Ab dort unterteilte ich den Gesamtablauf in eine Einzeltechnik. Doch unbedingt musste man nach dem Hammerschlag sich hinter dem Angreifer befinden! Noch stressiger wurde es als die Einzeltechnik in der Zweieraufstellung gezeigt werden musste. Befand man sich nach der fertigen Technik nicht hinter dem Angreifer, so mussten Liegestützen gemacht werden. Nun erreichte ich den Stresshöhepunkt und jetzt ging es um die Wurst. Alle schafften es nun, es funktionierte, alle waren nach der Technik hinter dem Angreifer. Genau so soll es sein! Immer wieder erstaunlich was man mit geschicktem Druck erreichen kann. Auch die Einsteiger machten es super! Bleibt zu hoffen, dass es ihnen nicht verleidet ist, glaube zwar nicht? Da von uns ein paar im September die Instruktorenausbildung absolvieren werden, gab es im zweiten Training trockene Advancedtechniken. Die Techniken wurden noch nicht in Kombination ausgeführt. Vielmehr geht es momentan darum, dass die Techniken sitzen, denn so kann man sie später auch einmal instruieren. Wir haben also eine spannende Zeit vor uns, packen wir es an! Freue mich, wenn aus meiner Schule im nächsten Jahr schon ein paar Instruktoren hervorgehen!

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Fester Winter, aber sonst ausserordentlich gute Stimmung

Heute schneite es überraschend mehr als die Wettervorhersage angekündigt hatte. Die Strassenverhältnisse waren chaotisch, so entschied ich mich, die Kinderkaratelektion abzusagen. Gerade in Buchsi und Umgebung war es extrem, die Schneeräumungsfahrzeuge waren überfordert. Somit hatte ich etwas Zeit für mich ein paar Katas zu üben, was ja auch nicht ohne war. Vor Sieben Uhr tröpfelten so langsam die „Kravmagaler“ ein, viele Teilnehmer hatte ich ja nicht erwartet. Bei dem Wetter auch nicht verwunderlich. Immerhin waren es aber 16 Teilnehmer, welche die winterlichen Verhältnisse nicht aufhalten konnte. Das erste Thema war „Kameradenhilfe“, eins meiner Lieblingsthemen. Gerne unterrichte ich, wie man gegebenenfalls Zivilcourage zeigen kann und sich in einen Streit einmischen könnte, ohne selber Opfer zu werden. Die gezeigten Techniken forderten wenig Kraft und Kondition, deshalb gestaltete ich das Aufwärmprogramm etwas intensiver als sonst. Richtig aufgewärmt und gut gedehnt starteten wir mit dem geplanten Thema. In Dreiergruppen wurde abwechslungsweise geübt. Für eine erfolgreiche Befreiung musste nicht nur die Technik stimmen, sondern auch der Blickwinkel des Angreifers berücksichtigt werden. Selbstverständlich baute ich auch noch ein paar spielerische Techniken ein. Das bedeutet Techniken, die in einem starken, satten Hebel endeten. Auch ich musste hinhalten, meine Gelenke wurden wieder einmal so richtig schön gedehnt, die Schulter ist auch wieder fit und entspannt, grins. Die Stimmung war super toll, alle hatten Spass an den Techniken und niemand wurde verletzt. Es warteten schon die Einsteiger, mit denen konnte ich gleich nahtlos weiter machen. In dieser Lektion ging es um Schlagtechniken und Befreiungen, wenn man umklammert wird. Recht intensiv war das Aufwärmprogramm, die Bauchmuskulatur wurde gefordert. Die Bauchmuskulatur wird im zivilen Leben oftmals vernachlässigt, dabei wäre sie sehr wichtig. Sollte man einmal umgestossen werden oder stolpern, dann sind es sehr oft die Bauchmuskeln, die einem davor bewahren können. Weiter ging es mit Beinschlägen. Reflexartiges Kicken, sich sammeln und mit einem starken Beinschlag noch einen draufsetzen war angesagt. Dazu mussten unsere Bobs hinhalten. Die nahmen es locker und steckten unsere Schläge weg. Generell konnten wir unsere Stabilität so verbessern, sei es vor dem Kick oder danach. Immer wieder ist es massgebend ob man stabil stehen kann oder nicht. Anschliessend musste man sich aus einer „Schwitzkasten-Situation“ befreien, hierzu zeigte ich eine einfache Befreiungsvariante, welche mehrmals wiederholt wurde. Bis zum Schluss übten wir die unterschiedlichsten Befreiungsarten gegen eine Umklammerung. Damit die Teilnehmer nicht kalt nach Hause gehen mussten, gab es noch ein happiges Fitnessprogramm. So mussten alle auf Kommando aus unterschiedlichen Situationen gegen das Kissen boxen. Einerseits sogar aus der Rückenlage und dann sofort wieder stehend, und das über längere Zeit. So, die Zeit war um und let’s Dusch! Morgen gibt es die nächsten Lektionen.

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Unterschiedliche Stressübungen, am Schluss wurde es noch blutig

In der ersten Lektion übten wir auf unterschiedliche Arten und mit verschiedenen Übungen, die Grundstabilität zu bewahren. Anfangs musste jeder durch eine Menschenmenge gehen und dabei die Stabilität bewahren. Ganz gut konnte man sehen, dass die Laufschule etwas gebracht hat, „kravmagatechnisches“ Laufen brachte den Erfolg und problemlos konnte man sich gegenüber der Menschenmenge durchsetzen. Zum Aufwärmen übten wir zwischendurch noch den Messerabwehrblock, der kann nicht genug geübt werden. Eigentlich wollte ich auch noch eine Messerabwehrsituation üben, doch es waren doch einige Neulinge dabei und sie wären damit überfordert gewesen. So entschloss ich mich anders, baute eine Befreiungstechnik ein, wenn man an die Wand gedrückt wird. Anschliessend gab es noch eine Erweiterung mit einem Takedown. Zwischendurch bildeten wir noch einen Laufkorridor mit Schlagkissen. Alle mussten da durch, was teils recht Überwindung abverlangte. Es warteten alle anderen mit Kissen darauf, einen umzustossen. Eine hervorragende Stressübung, dort durchzulaufen und dabei galt es unbedingt, die Stabilität zu bewahren. Hat gut funktioniert und ich finde es auch super, dass niemand mit seinem Einsatz übertrieben hat, was bei allen Übungen immer sehr wichtig ist! Schliesslich wollen wir alle einerseits trainieren, anderseits auch Spass dabei haben. Über die ganze Zeit der Lektion wurden Stresskomponente eingebaut, sogar beim Beinhochschwingen bekam man das Kissen zu spüren. Auch während den Rumpfbeugen gab es Pratzenschläge auf den Bauch, so musste man die Muskeln durchgehend angespannt halten. Zum Schluss übten wir drei Positionen des Kreisblocks. Als Stressfaktor löschte ich das Licht. Nur noch eine Röhrenlampe spendete etwas Licht für den gesamten Raum, das brachte den gewünschten Effekt. Es war eine coole Lektion, ich dachte noch an Georgette. So schade, dass Sie mit Ihrem Fussgelenk so Probleme hat, sie wäre sicher auch gerne dabei gewesen. Von hier aus drücke ich ihr ganz fest die Daumen, dass es bald endgültig heilen wird!
In der darauffolgenden Advanced-Lektion übten wir dann Elemente aus dem Advanced-Prüfungsprogramm. Selbstverständlich verpacke ich jeweils die verlangten Techniken in ein spannendes Programm. Heute übten wir unterschiedliche Pistolenabwehrtechniken und kombinierten dazu einen weiteren möglichen Ablauf. Schlussendlich waren es dann drei Prüfungstechniken hintereinander die im Kampfablauf enthalten waren und geübt wurden. Kurz vor Schluss, ja eigentlich weiss ich es besser, habe ich mich dann verletzt. Ohjeee, das Blut lief nur so runter. Das kommt davon, wenn man mit einer Hartkunststoffpistole übt. So bin ich voll in das Korn der Pistole gelaufen, aber mit voller Wucht! Zuerst dachte ich, dass ich den Kiefer gebrochen hätte, so hat es gerumst. Zum Glück wird aber ausser eine Narbe nichts zurückbleiben. Nun bin ich eine Erfahrung reicher und das wird den Schülern zugute kommen. Selbstverständlich wurde ich sofort bestens verarztet! Mein Hilfsinstruktor Markus war sofort zur Stelle und auch Sarina, Sie ist ja Krankenschwester, sorgte dafür, dass die Blutung gestoppt wurde. Obwohl ich am Kiefer verletzt wurde, bekam ich von Markus sogar noch einen Kopfverband, es soll ja dramatisch aussehen 😉 So wurde ich fast ein wenig zu fest umsorgt, aber nur ein wenig 🙂 vielen Lieben Dank an euch!

  

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Der kälteste Mittwoch, brrr

Etwas früher als sonst konnten wir heute mit dem Karate-Training anfangen. Heute hatte ich einiges vor mit den Kindern. Es warteten ein paar neue Sachen auf sie. Wir übten heute einzelne Techniken aus der Kata und ich war überrascht, wie unterschiedlich die Techniken umgesetzt wurden. Immer wieder entdecke ich, dass nicht alle Informationen bei den Teilnehmern ankommen. Damit muss ein Karatelehrer rechnen und diese Erkenntnis miteinbeziehen. Entsprechend oft wiederhole ich die Ausführungen und nach und nach werden sie umgesetzt. Wenn ich zum Beispiel mit Liestal vergleiche dann fällt mir auf, dass meine Schüler als Weissgurt bereits weiter sind, die Techniken schon recht gut und sicher ausführen. Dieser Vorsprung entsteht, weil ich in einer viel kleineren Gruppe arbeite. Hätte ich 50 Kinder im Training, könnte ich nicht so intensiv auf jedes einzelne Kind eingehen. Ausserdem habe ich das Glück, dass sich alle sehr stark für Karate interessieren und deshalb vorwärts kommen möchten. Das Training war heute wieder einmal sehr kurzweilig, doch ich bekam kalte Füsse. Freue mich, wenn der Frühling kommt!

Das erste Krav Maga Selfprotect – Training heute Abend war sehr anspruchsvoll und gut besucht. Bereits beim Aufwärmen ermahnte ich die Schüler, dass es heute mehr Einsatz als sonst  fordern würde. Als wir warm waren gab es drei unterschiedliche Verteidigungssituationen, welche man mehrmals wiederholen musste. Abwechslungsweise wurden die drei Situationen durchgespielt und es galt bis am Schluss durchzuhalten. War man noch so müde, man musste genau nach Anweisung arbeiten. Es ging mir nicht um die genaue Ausführung der einzelnen Techniken, sondern um den fliessenden Ablauf: was ist zu tun, wenn ich mit der Pistole bedroht werde, wenn ich an die Wand gedrückt werde oder wenn von hinten gewürgt werde und man es mit mehr als einem Angreifer zu tun hat? Ich fand es sehr spannend, auf Grund des Schlussapplauses kann ich davon ausgehen, dass es allen auch gefallen hat. Markus und ich hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun, konnten an vielen Orten den Knoten lösen und Hilfestellung geben. Die zweite Lektion war auch dermassen gut besucht, dass es sogar zu wenig Stöcke hatte. Denn in der zweiten Lektion ging es um die Verteidigung gegen einen Stockangriff und gegen Belästigung. Eine Messerabwehr wollte ich auch noch einbauen, habe es jedoch unterlassen, da ich sah, dass schon die gezeigten Techniken für mehr als genug Übungspotential sorgten. Leider hat sich heute noch jemand eine Zerrung geholt. Es wird sich noch zeigen wie schlimm es ist, aber ich hoffe, dass es bald besser wird! Ich werde mich morgen erkundigen. Sich regelmässig zu bewegen und sich gut aufzuwärmen ist enorm wichtig. Auch konnten wir heute einen neuen Einsteiger begrüssen. Unsere Krav-Familie wächst, das soll und muss so sein. Freue mich bereits auf das morgige Training!

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Abrollen, Schlagkraft und Takedowns, standen heute auf dem Programm

Wegen der klirrenden Kälte und den gefährlichen Strassenverhältnissen waren die Trainingseinheiten heute eher schwach besucht. In der ersten Lektion waren wir nur 14, noch weniger dann in der Advanced-Lektion. Ja, der Winter ist nun da und wir nehmen es wie es kommt. Das beste Mittel gegen die extreme Kälte, draussen waren es -10°, ist und bleibt Krav Maga zu trainieren. Morgen soll es noch kälter werden. Damit niemand sich eine Zerrung holen konnte, gestaltete ich ein angepasstes Aufwärmprogramm. Langsam und gezielt wurden alle Extremitäten warm gemacht. Heute war es sehr wichtig, denn heute übten wir das vorwärts Abrollen und das rückwärts Rollen. Sehr schnell könnte man sich bei derartigen Übungen verletzen und sich dabei eine Zerrung holen. So rollten wir vor-rückwärts, wichtig dabei, dass der Kopf nicht den Boden berührte, mussten danach sofort aufstehen und gegen einen Angreifer, der mit dem Schlagkissen ankam, kicken. Das erste Thema war die Schlagkraft, mit welcher Technik man überdurchschnittlich stark zuschlagen kann. Nur durch den ganzheitlichen Körpereinsatz vermochte man den Schlag wirkungsvoll ins Ziel zu bringen. Ganzheitlichkeit, mit dem ganzen Körper gekoppelt, darin lag das Geheimnis. Selbstverständlich funktionierte das ausschliesslich, wenn das Handgelenk kräftig genug ist und beim Schlagen nicht umknickt. Weniger problematisch waren danach die Ellenbogenschläge, doch auch bei den Ellenbogenschlägen ist es massgebend, dass sie mit vollem Körpereinsatz ausgeführt werden. Als die Nahkampfschlagtechniken sassen, ging es mit Partnerübungen weiter. Für diese Übung übten wir eine Situation, in der man doppelhändig am Revers gestossen wurde. Mit zwei unterschiedlichen Ellenbogenschlägen musste man sich befreien und kontern und es galt, ein Haken zu den Nieren als Abschlusstechnik einzusetzen. Zum Abschluss der ersten Lektion gab es noch ein paar Liegestützen und Faustschläge, was einiges an Kondition forderte.

In der Advanced-Lektion ging es heute um die Interpretation der vorgegebenen Techniken. Entsprechend umgesetzt übten wir diese Technikabläufe dann mehrmals durch. Sehr interessant waren die Ausführung von Stefan, praxisbezogene Hinweise, sind immer willkommen und für alle lehrreich. Jedenfalls liebe ich es, wenn man aus der Praxis vernimmt was funktioniert und was weniger gut funktioniert. Bis heute fanden wir immer eine Lösung. Meistens liegt es an der Intensivität der einleitenden Technik. Wird die erste Technik nicht intensiv genug, oder nicht wirkungsvoll ausgeführt, dann hat der Täter zu viel Zeit um sich zu wehren und sich zu verrenken, was die Fixierung erheblich erschwert. Entsprechend routiniert sollte man schon sein um in solchen Situationen sofort umzuschalten und einen anderen Hebel anzuwenden. Die Advanced-Prüfungstechniken haben wir nun schon bald durch und schon bald können wir einen Prüfungstermin vereinbaren.

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Karate und Krav Maga Unterricht, wie jeden Mittwoch… und ein paar Neuigkeiten

Es war heute recht kalt und ich hatte schon Bedenken, weil wir ja im Karate barfuss trainieren. Es war aber gar nicht so schlimm. Da wir dauernd dran waren hatten wir überhaupt nicht kalt. Wir übten heute zwei verschiedene Abwehrtechniken welche wir einige Mal wiederholten. Neu dabei haben wir eine sehr wiffe kleine Lady, welche unbedingt Karate lernen will. Auffallend, wie wach die Kleine für ihre sieben Jahre ist. Ich bin froh, sie dabei zu haben! Jedenfalls war die Lektion sehr kurzweilig. Aufgefallen ist mir, dass es heute nicht mehr so dunkel war, es geht schon merklich gegen die wärmeren Jahreszeiten und das finde ich toll. Die kalte Jahreszeit ist einfach nicht mein Ding.

So und dann war es wieder Zeit für Krav Maga Selfprotect. Markus wurde heute offiziell zum Hilfsinstruktor ernannt und bekam heute meine alten blauen T-Shirts, selbstverständlich bekommt er am nächsten Samstag ein neues Shirt! Mit Applaus wurde die Information von den Mitgliedern zur Kenntnis genommen. Auch informierte ich über die neusten Pläne, dass ich zukünftig in Zürich ein zusätzliches Krav Maga Selfprotect Trainingscenter aufbauen werde und bereits auch schon ein Trainingslokal gefunden habe.

Das heutige erste Training war passend zum kalten Abend, mit Pratzen-Kombinationsübungen wurde es allen sehr schnell warm. Pausenlos gab es immer wieder verschiedene Variationen. So musste man nicht nur einen Angriff mit den Pratzen abwehren, sondern auch gleich noch den zweiten Trainingspartner, der mit einem Kissen umherlief per Fusskicks abwehren. Die Raumtemperatur stieg und stieg, die Fenster liefen an, jedenfalls waren wir gut aufgewärmt und dann ging es noch mit unserer Schutzausrüstung weiter. So mussten Faustangriffe geblockt und geschickt gekontert werden. Am Schluss übten wir noch die taktische Verteidigung, es kam noch ein zweiter Angreifer dazu und so musste man den ersten Angreifer über kurze Zeit als Selbstschutz verwenden und sich entsprechend bewegen. Zum Abschluss gab es noch zwei Entspannungsübungen, die Wirbelsäulen mussten wieder korrekt zusammengeschoben werden 😉 In der darauffolgenden Einsteigerlektion kam neu Vater und Sohn dazu. Das heutige Thema war die Verteidigung am Boden. Im Aufwärmprogramm baute ich gleich grundlegende Bewegungen ein welche man im Bodenkampf verwenden sollte. Danach spielten wir vier unterschiedliche Situationen durch. Der Angreifer sass einem entweder auf dem Bauch, kniete zwischen den Beinen und würgte, kniete seitlich und würgte, oder sitzte dann wieder auf dem Bauch. Zuerst übten wir einzeln, danach mussten die verschiedenen Techniken fliessend und abwechslungsweise trainiert werden. Allgemein stellte ich fest, dass das Interesse an der Bodenverteidigung bei den Neulingen sehr gross war. Das ist gut so, denn wir werden es bestimmt noch oft üben. Den Feierabend haben wir uns verdient, heute konnte ich auch noch relativ viel selber mittrainieren, war cool. Nun bin ich gespannt was morgen abgeht, wer alles dabei sein wird?

Wie ich bereits erwähnt habe, wird die Krav Maga Schule ausgebaut. Kropf-Maga wird es also bald schon auch in Zürich geben. Hier schon mal ein paar Bilder vom dortigem Trainingsraum.

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Verteidigungstechniken für Frauen an einem trüben Sonntagmorgen

Am Sonntag habe ich wieder einmal einen Spezialkurs für Frauenselbstverteidigungstechniken durchgeführt. Bei den Anmeldungen war ich überrascht wie weit her die Teilnehmerinnen kamen. Scheinbar ist das diesbezügliche Angebot nicht gerade gross. An einem sehr trüben Sonntagmorgen starteten wir also mit 8 Teilnehmerinnen und ich schaute in ganz unterschiedliche Gesichter, lächelnde, gespannte, gähnende… aber lassen wir das :). Es brauchte wirklich Disziplin an so einem regnerischen Sonntag so früh das warme Bett zu verlassen. An dieser Stelle möchte ich den Teilnehmerinnen ein grosses Kompliment aussprechen.

Wie immer verwende ich ein ganz speziell vorbereitetes Ausbildungsprogramm und wir starteten mit leichten Aufwärmübungen, nichts Anstrengendes, aber so, dass wir uns keine Zerrungen holten. Und dann ging es los. So verriet ich ein paar ganz spezielle Schlagtechniken, Techniken die keinen Kraftaufwand beanspruchen, jedoch sehr wirksam sein können. Auch zeigte ich auf, dass die Frau im Falle eines Übergriffes, nicht wie oft angenommen, keineswegs hilflos ist. Gewusst wie und die Frau kann sich massiv wehren. Den Beweis habe ich an diesem Morgen zu genüge erbracht und im Schlussgespräch bekam ich allgemein Komplimente. Auch zeigte ich, wie man ein kleines Holzstäbchen als schmerzhafte Waffe verwenden kann. Im zweiten Modul, welches auch bereits ausgeschrieben ist, zeige ich dann, wie man Alltagsgegenstände als nützliche Waffe zur Selbstverteidigung einsetzen kann. Nochmals besten Dank an die Frauen, ihr habt vollen Einsatz gezeigt und ich bin sicher, dass mein Ziel, euch mehr Selbstsicherheit zu vermitteln, erreicht wurde. Ich hoffe aber, dass ihr die gewonnen Kenntnisse nie anwenden müsst!

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Donnerst und es wurde intensiv Krav Maga Selfprotect trainiert

Es ist immer spannend, wenn sich Interessenten für ein Probetraining angemeldet haben. Für heute Abend waren es eine Frau und ein Mann.  Ich hoffe immer wieder, dass es Menschen sind die zu uns passen, bis heute hatte ich diesbezüglich Glück. Schliesslich trainieren wir mit Körperkontakt und deshalb ist es wichtig, dass die zwischenmenschlichen und auch hygienischen Komponenten stimmen. Für die Neulinge baute ich im Trainingsablauf ein paar Grundelemente ein, auch gab es eine kurze Laufschule. Es mussten alle wieder einmal vorwärts und seitlich „kravmagatechnisch“ Laufen üben. Damit man wirklich auch schulterbreit lief, musste sich der Partner auf den Boden legen und dafür sorgen, dass die Laufbreite eingehalten wurde. Nach dem Aufwärmprogramm gingen wir zu den Befreiungstechniken. Heute beschränkte ich mich auf die Verteidigung, sollte man von hinten umklammert werden. Mit sehr wirksamen Techniken, darunter auch schmerzende Hebel, übten wir uns zu befreien. Danach galt es die drei Befreiungsarten unter Stress auszuführen und paarweise ging es danach auf dem Bobparcours. Dort musste man sich gegen fünf Boxfiguren verteidigen. Schnellstmöglich musste man mindestens drei Schläge ausführen, wem nichts in den Sinn kam, der musste 10 Liegestützen machen. Interessant zu beobachten war, dass nicht allen unter Druck eine Schlagkombination einfiel. Das muss eben trainiert werden und deshalb sind wir ja in der Krav Maga Schule. Jedenfalls starteten wir viele Durchläufe und alle hatten genügend Gelegenheit sich beim nächsten Durchgang zu verbessern. Weiter ging es mit dem Advancedtraining, welches ich heute umgestalten musste. Die beiden Advancedprüfungsangwärter konnten heute nicht ins Training kommen. So schaute ich wer da war und entschloss mich auf eine Schlagkombinationsübung. Anfangs übten wir die Schlagkombination mit den Pratzen, danach zeigte ich auf wie diese Kombination in einer Situation angewandt werden kann. Wie von mir gewohnt, zeigte ich nicht nur eine Variante, sondern auch eine Alternative, wenn die erste Technik nicht funktionieren sollte. Beide Techniken endeten mit einem Takedown und unterschiedlichen Fixierungen. Als diese Techniken mehrmals wiederholt wurden, gingen wir noch zu unseren Bobs. Mit einer Boxkombination,  selbstverständlich in der verwandten Form wie über die ganze Lektion hinweg geübt, konnten wir uns noch so richtig austoben. Zum Ausklang machten wir noch ein paar Entspannungsübungen und konnten danach zufrieden nach Hause gehen.

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