Modul 7 aus dem Advanced-Instruktor-Kurs überstanden, oh mein Handgelenk

Die beiden Tage habe ich gut überstanden, es war ein sehr interessantes Modul aus dem Advanced-Instruktorenprogramm. Pfefferspray Grundschulung und Techniken aus dem Sicherheitsprogramm. Abführen von Personen, Partnerarbeit im Sicherheitsdienst, Festhalten und ganz spezielle Hebeltechniken wurden am Freitag und am Samstag geübt und geübt. Für mich war das ganz klar das interessanteste Modul. Obwohl, ja, ich spüre es schon noch, meine Gelenke sind ja auch nicht mehr die jüngsten, musste ich doch für Studienzwecke hinhalten. Pepi, ihr kennt ihn, schleuderte mich herum, fühlte mich zum Teil wie ein Waschlappen, x-Mal landete ich auf dem Boden, was landen… ich schliff mit dem ganzen Körper über den Boden. Ich konnte nicht anders, zwischendurch gab ich ein leichtes, wirklich nur ein leichtes Stöhnen von mir. Spannend wurde es als Angelo gleich auch noch an mir seine Variante der Technik vorführte. Die Erinnerung daran werde ich baldmöglichst deleten, es war heftig, eigentlich nichts Aussergewöhnliches, kenne es ja seit Jahren, kann mich aber einfach nie daran gewöhnen. Im Sicherheitsbereich gibt es nicht allzu viele unterschiedliche Techniken, alles Techniken welche einfach und sehr effektiv sind und diese gefielen mir besonders. Zum Glück stellte sich ab und zu mein Freund aus dem Wallis zur Verfügung! So musste ich nicht den ganzen Kurs über hinhalten.

Draussen, die Sonne schien frühlingshaft, übten wir dann den Einsatz von Pfefferspray. Nicht alle schafften es das Pfefferspray rechtzeitig zu ziehen und wirkungsvoll einzusetzen. Unter Stress war es sehr unterhaltsam die verschiedenen Situationen anzuschauen. Als alte „Kampfsau“, mit der nötigen Abgebrühtheit, konnte ich trotz Stress die Übersicht bewahren und den Pfeffer gezielt verspritzen. War spassig! Es ist schon eine gute Sache mit Pfefferspray heikle Einsätze zu meistern. Mit einem natürlichen Produkt, biologisch total abbaubar, Chaoten auf eindrückliche Art zu neutralisieren. Ganze 45 Min. hat man Zeit den Störfaktor einzupacken und der Polizei zu übergeben. Genau solange ist die Wirkungszeit des Pfeffersprays. Lange Zeit habe ich mich gegen das Thema Pfefferspray gewehrt, doch zwischenzeitlich liess ich mich belehren und werde bei mir in der Krav-Maga-Schule bald einmal Pfefferspray-Kurse anbieten. Ich freue mich riesig darauf!

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Der Krav-Donnerstag in der Krav-Maga-Schule Herzogenbuchsee

An diesem Abend war die Truppe deutlich kleiner als am Abend davor. Die Mittwochlektionen scheinen die meistbesuchten zu sein. Die Donnerstaglektionen sind aber sicherlich gleich interessant. So ging es mir im ersten Training wieder um die Koordination, Körperbeherrschung und um die Fitness. Die Koordinationsfähigkeit will ich nachhaltig bei allen verbessern. Umso schneller können Bewegungsabläufe einstudiert und automatisiert werden. Aus diesem Grund sind Koordinationsübungen ein regelmässiger Bestandteil von allen Trainingseinheiten.  Wir liefen Bahnen, machen diverse Pratzenübungen, der grosse Unterschied lag jedoch darin, dass wir uns immer nur auf einen Schlag, Fussschlag, Faustschlag konzentrierten. Damit konnten wir uns voll und ganz auf diese einte Technik konzentrieren und sie verbessern.

Ebenfalls übten wir das Abrollen, Ellenbogenschlag retour und den Fusskick retour mit Hakenschlag. Diese Techniken haben bei allen recht gut funktioniert und ich konnte den Fortschritt bei allen erkennen. Weiter ging es dann mit Würger und wie man sich daraus befreien kann. Eigentlich wollte hatte ich noch mehr auf dem Programm, doch die Zeit reichte nicht aus.

Schon ging es ins Advanced-Training. Nach einem intensiven Aufwärmen ging es zu ein paar Z-Hebeln. Die speziellen Hebel verhalfen uns gegen einen Würgegriff zu befreien, ein zweiter Z-Hebel verhalf uns aus der Umklammerung unter den Armen von hinten zu lösen. Oh wie war es schön! Alle hatten grossen Spass daran, hat man es einmal begriffen, konnte man kaum mehr aufhören den Partner etwas zu quälen.

Danach ging es mit den Schützen weiter. Die Kombinationen mit dem Knieanziehen zum Schutz kannten wir bereits aus dem Prüfungsprogramm. Wenn man aber dann richtig treffen kann, sieht die Technik auf einmal ganz anders aus. Wir übten auch noch einen Wurf aus der Stoppbewegung heraus. Diese funktionierte erst, wenn der eigene Körper nicht mehr vor dem Angreifer stand, man musste dem Angreifer Platz zum Fallen machen, so funktionierte es wie geschmiert.

Ich wollte eigentlich alle Techniken mit einer Kombination abschliessen, mit immer demselben Messerangriff, jedoch sah ich, dass es besser war, wenn wir die Wurftechnik nochmals in aller Ruhe trainierten. Das nächste Mal werden wir es dann versuchen, dass wir am Schluss einen Messerangriff dazu kombinieren.

Freue mich, ihr auch?

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Krav-Maga-Selfprotect ist eindeutig die perfekte Freizeitbeschäftigung für alle

Bei Krav-Maga-Selfprotect tust Du etwas Gutes für Deine Gesundheit und gleichzeitig für Deine eigene Sicherheit. Wie es scheint denken immer mehr Menschen so, denn heute war die Bude wieder voll. Es ist einfach toll, wenn so viele Gleichgesinnte miteinander trainieren! Ich gab mir Mühe überall vorbeizuschauen und entsprechende Korrekturen anzubringen. Beim Aufwärmen legte ich heute grossen Wert auf das Dehnen. Mit dem „Sägen“, beidseitig gespreizte Beine wurde die Gymnastik bei allen zwangsweise verbessert. Ohje, zum Teil wurde dabei heftig gejammert. Danach übten wir das Abrollen und zwar so, dass es einem nicht weh tat, wir halfen einander dabei und zogen rechtzeitig am Arm, so dass die Schulter und der Kopf gar nicht am Boden aufstiessen. Fleissig übten wir noch ein paar Fuss-Schlagkombinationen, flüssiges Schlagen und laufen. Zuerst retour, danach wieder vorwärts. Sehr wichtig ist das schnelle Umschalten, zurück, vorwärts. Um den Erstangriff gut zu überstehen ist das schnelle Zurückweichen und das sofortige reagieren und nach vorne gehen entscheidend.

Danach ging es noch zu ein paar Befreiungen von Würgern mit darauffolgendem Wurf, mit darauffolgendem Hebel. Das hat allen Spass gemacht und trotz engen Platzverhältnissen blieben alle unverletzt. Super Leute, super Disziplin! Kompliment!

Die Einsteigerlektion war an diesem Abend auch gut besucht. Bei den Einsteigern ging heute auch die Post ab, Schlag auf Schlag ging es von Übung zur Übung mit X Wiederholungen. Wir übten mit den Pratzen das Blocken. Wir übten auch Kampfreaktionen, das Fischen eines Schlagarmes und sofortiges Einleiten eines Takedowns. Diese Technik fanden alle sehr eindrücklich. Eine einfach aber sehr effektive Technik. Weiter ging es dann mit Schwitzkastenbefreiungen und am Schluss wiederholten wir die Verteidigungstechnik mit dem Fingerhebel gegen das mehrmalige Schuppsen. Es war ein kurzweiliger Abend. Bemerkt wurde auch von einigen, dass eine neue Vollpackung Fishermans’s Friend da stand. Claudia meinte es gut und brachte uns ein super grosser Vorrat, an dieser Stelle, herzlichen Dank! Finish mit Mundgeruch!

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Was ging heut ab in der Krav-Maga-Schule in Herzogenbuchsee?

Pünktlich um 18.00 Uhr konnten wir mit dem Krav-Maga-Selfprotect-Schnupperkurs starten. Es kamen leider weniger Teilnehmer als angemeldet. Zum Glück waren auch noch ein paar Mitglieder dabei!  Klar, wenn man krank wird kann man nichts dagegen tun. Aber ich mache mir schon Gedanken warum es immer wieder vorkommt, dass sich jemand zu einem Kurs anmeldet und kurz davor absagt oder einfach nicht erscheint? Was sind die Beweggründe für dieses Verhalten? Dabei bin immer dafür besorgt, dass der Abend allen Teilnehmern Spass macht. An was liegt es, fehlt ganz einfach der Mut für etwas Neues?

Egal, der Kurs verlief nach Plan und ich zeigte einen kleinen Ausschnitt aus dem Krav-Maga-Selfprotect-Programm. Ach wie ich es liebe! Es ist immer wieder motivierend netten Menschen zu zeigen wie man sich auf einfache und effektive Art wehren kann. Mir ging es darum die spezielle Ausweichtechnik zu verinnerlichen. Auch zeigte ich nur zwei Schlagtechniken die man sich einfach merken konnte und zu Hause üben kann. Die Befreiungstechniken durften auch nicht fehlen sowie ein, zwei Fingerhebel. Und schon war die Zeit vorbei. Ich bin mir sicher, dass es allen sehr gut gefallen hat, bekam auch entsprechende Komplimente. Meine informative Webseite wurde ebenfalls gelobt. So kommt es auch immer wieder vor, dass Teilnehmer über eine Stunde Anreisezeit in Kauf nehmen um bei mir einen Kurs zu besuchen. Cool!

Nach dem Schnupperkurs trainierten wir noch etwas gemeinsam. Es kamen noch weitere Schüler dazu und wir konnten uns noch etwas austoben. Als Überraschung lief Georgette ein, ohne Stöcke, ohne Himpebein, ach wie fein! Auf Rücksicht auf die Anwesenden, leicht angeschlagenen Personen, gestaltete ich das Training eher locker. Am Schluss zeigte ich noch einen „geilen“ Befreiungshebel. Alle hatten daran grosse Freude und relativ rasch wurde der Hebel auch verstanden und wirkungsvoll umgesetzt. Und schon war die Zeit vorbei und wir können uns aufs nächste Training freuen.

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Am Donnerstag ist immer ein Krav-Maga-Tag

Am heutigen Donnerstagabend trainierten wir fleissig Krav-Maga-Selfprotect.  Im ersten Training ging es um Grundtechniken. Selbstverständlich hatten wir uns auch an diesem Abend intensiv aufgewärmt. Statt normale Liegestützen habe ich wieder einmal eine ganz interessante Übung erfunden. Auf dem Rücken am Boden liegend, über die Schulter seitlich abrollen und auf der Hand aufstützen und in die Liegestützposition eindrehen um einen Faustschlag auf die am bodenliegende Pratze zu schlagen. Dies nach links und rechts und mehrmals wiederholt, bis zur Erschöpfung. Danach gab es einen Hahnenkampf, das ging ganz schön in die Beine. Weiter ging es dann mit Schlagkombinationen, wir liefen Bahnen mit Kissen und Pratzen. Die darauffolgenden Laufübungen haben ebenfalls allen  gut getan. Egal wie lange man schon Krav-Maga-Selfprotect betreibt, den Y-Laufschritt kann man nicht genug trainieren! Nur mit genügend Übung ist man in der Lage im Ernstfall reflexartig zu reagieren.

Wie gewohnt ging es danach mit der Advanced-Lektion weiter. Zum Warmwerden machten wir ein paar Kraftübungen. Die Flexibilität der Beine galt es ebenfalls zu verbessern, dazu machten wir unsere bekannte Beindehnübung, stöhn, stöhn… Mit Schutzausrüstung übten wir danach die bereits bekannten Kampfsituationen, welche wir schon am Mittwoch einstudierten. Wir übten Angriffe mit Faustschlägen und Schwitzkasten und die Verteidigung gegen derartige Angriffstechniken. Dank der Schutzweste und Helm konnten wir realitätsnah trainieren. Durch die mehrmaligen Wiederholungen konnte ich bei allen Teilnehmern eine Steigerung feststellen. Es waren nur insgesamt drei Abläufe die wir an diesem Abend übten, dafür wurden diese über längere Zeit wiederholt, was auch Sinn machte. Auch in den kommenden Advanced-Lektionen werden wir dieselben Abläufe üben und verinnerlichen. Obwohl der Ablauf definiert wurde war es nicht immer einfach, die geplante Abwehr durchzuführen. Wenn man unterwegs einen Faustschlag einfängt gilt es weiter zu machen und nicht zu stoppen. Nächsten Donnerstag arbeiten wir weiter daran.

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Endlich wieder einmal normale Strassenverhältnisse und alle die wollten konnten ins Krav-Training kommen.

Alle Matten, jeder Quadratmeter in der Krav-Maga-Schule wurde heute Abend gebraucht, denn es kamen einige Mitglieder ins Training. In der ersten Einheit ging es mir um Konditionsverbesserung, Koordination und um die Laufstabilität. Ein happiges Aufwärmprogramm wurde absolviert, danach liefen wir einige Bahnen mit abwechslungsreichen Schlagkombinationen. Alle wurden gefordert, alle waren voll motiviert, es machte richtig Spass! Danach kombinierte ich Basic-1 – Einzeltechniken mit weiteren Abwehrmöglichkeiten, war super interessant. Selber konnte ich auch mittrainieren, es ging wunderbar auf. Der gezeigte Fussfeger verbunden mit der Handtechnik und dem darauf folgendem Würgegriff funktionierten einwandfrei. Am Schluss haben wir den Puls noch massiv nach oben getrieben und der Schweiss schoss aus allen Poren.

In der Einsteigerlektion ging es dann etwas gemächlicher weiter. Begonnen hat es wie üblich mit einem gut geplanten Aufwärmtraining. In der Dreiergruppe musste links und rechts auf die Schlagkissen geschlagen werden, dies mit offener Hand. Hier ging es darum die Hüfte so abzudrehen, dass der Schlag nicht durch das Frontbein gestoppt wird, sondern mit voller Wucht auf dem Kissen ankam. Blocks in drei Variationen wurden auch noch intensiv geübt. Schliesslich geht es bei Krav-Maga-Selfprotect in erster Linie um den Schutz vor dem ersten Angriff, den man möglichst unbeschadet überstehen sollte.

Auch wiederholten wir zum Teil Techniken von der letzten Woche und übten intensiv den Grundlauf- sowie den Y-Schritt. Alle Blöcke wurden ebenfalls mehrmals geübt. Zum Schluss zeigte ich noch eine sehr effektive Verteidungstechnik, wenn man von vorne geschupst wird. Das Fixieren der stossenden Hände und gekonntes Ansetzen eines Fingerhebels faszinierte alle Teilnehmer. So einfach kann man den stärksten Gegner auf die Knie zwingen. Ich bin sicher, dass die Neueinsteiger sicherlich sehr gespannt sind was ich Ihnen nächsten Mittwoch zeigen werde. Es wird euch bestimmt gefallen.

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Spontan, intensiv und strenger als gewohnt trainierten wir heute Samstag Krav-Maga-Selfprotect

Obwohl wir diese Woche schon recht viel trainiert hatten, gab es heute wieder ein Spontantraining in der Krav-Maga-Schule. Relativ schnell waren die Aufwärmübungen vorbei und es ging an die verschiedenen Techniken. Speziell war heute mein „Drillsargent-Style“, ich stresste die Schüler auf verbale Art und verlangte, dass die Techniken schnell und genau, wie verlangt, ausgeführt werden. Ich war selber erstaunt, dass es auf diese Art sehr gut funktionierte. Auf einmal klappte es, das richtige Bein, der korrekte Faustschlag, die richtige Lauftechnik, super. Vermutlich muss ich das Training öfters auf diese Art machen?

Heute übten wir die Techniken nicht einzeln, sondern realistisch mit Angriff und Verteidigung. Die einten übten mit Schutzausrüstung die anderen ohne, nur mit Handschuhen. Ich liebe es generell so zu trainieren, realistische Kampfabläufe zu erfinden und mehrmals zu üben. Die Bedingung ist aber, dass die Teilnehmer die einzelnen Techniken erkennen und diese einigermassen beherrschen, ansonsten könnte es gefährlich werden. Jedenfalls waren am Schluss die T-Shirts nass und wir konnten mit guten Gewissen ins Wochenende starten.

Total verschwitzt ging ich duschen, diesmal aber nicht alleine! Zum ersten Mal nahm ich meinen Helm und die Handschuhe mit, schliesslich hatten die es auch bitter nötig. 🙂

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Ein Kampf gegen die Natur ist aussichtslos, heute gab es kein Durchkommen mehr zum Training

Ab halb Sieben Uhr ging es los, ein Anruf nach dem anderen, SMS… mein Handy lief auf Hochtouren, alles mit demselben Inhalt. Aus Wangen und Bützberg gab es kein Durchkommen mehr, beidseitig Stau nach einem Unfall und Lastwagen welche die Strassen blockierten. Die Strassen zur Krav-Maga-Schule waren noch nie so glatt wie heute Abend und es schneite um diese Zeit extrem. Es war klug umzudrehen, schliesslich geht die Sicherheit vor.

So kam es, dass heute Abend nur eine Mini-Truppe, mit mir waren es sieben, ins Training kam. Erstaunlich war, dass die Frauen diesmal in der Überzahl waren. Ich hatte es nicht einfach, die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Über kurze Sequenzen ist es mir sogar gelungen 🙂

Ich habe mir wieder einmal ganz neue und interessante Übungskombinationen ausgedacht. Umdrehen, orientieren und zuschlagen, dies aus den verschiedensten Startpositionen. Danach ging es an die BOBs um ein paar logische Box-Schlag-Kombinationen mit Lauftechnik zu üben. Weiter ging es dann mit Partnerübungen, Angriff mit der starken Faust und zur Abwehr galt es den Schlag seitlich abzuleiten und sofortiges Fassen des Ärmels, den Druck aufrecht zu halten und mit schnellen Faustschlägen weitere Attacken zu unterbinden, ins Kniegelenk drücken bis der Angreifer nach vorne umfällt. Weiter geübt wurde ein Block, halten des Schlagarms und Hammerschlag auf das Schlüsselbein, und Wurf. Am Schluss entspannten wir uns noch ein wenig, dehnten die Beine nach „Karin-Art“, redeten noch ein wenig miteinander. Schliesslich hatten wir genügend Zeit, denn zur zweiten Lektion hat es niemand geschafft. Dafür haben wir etwas überzogen und gingen danach gemütlich nach Hause. Die Strassen waren um diese Zeit wieder problemlos befahrbar.

Die geplanten Techniken welche wir nun heute Abend nicht üben konnten, werde ich in einer Woche nochmals bringen. Ich hoffe nur, dass der Winter sich bald einmal verabschieden wird, es war ja schön, aber irgendwie ist es jetzt genug! 🙂

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Ohja, Krav-Maga! Hiess es heute Abend wieder in der Krav-Maga-Schule

Erstaunlich wenig kamen heute zum Training. Grippe, Wintermüdigkeit.., ehrlich gesagt, wäre ich nicht der Trainer, wäre ich heute auch zu Hause geblieben und hätte es mir im Bett gemütlich gemacht. Aber nein, nein, das geht natürlich gar nicht! Der Chef muss da bleiben und die Schäflein antreiben 🙂  Also, es ging mir auch so wie euch, ich war enorm müde und hätte am liebsten nur noch schlafen wollen. Nach den ersten 5 Minuten war aber alles wie weggeblasen und wir sind durchgestartet. Anfangs dehnten wir unsere Sehnen und schon war Schluss mit Gähnen. Danach übten wir schnelle Kicks, schnelles Starten, Distanzgefühl. Danach schlugen wir mit unterschiedlichen Schlagkombinationen auf die Kissen und liefen Bahnen bis zum Umfallen.

In Dreiergruppen ging es dann weiter: Bodenverteidigung, Kissenkicken am Boden und aufstehen, danach auf den folgenden Zweitangriff reagieren, diesen blocken und kontern. In den Aufgaben habe ich alles Basic1-Techniken eingebaut. Kicken am Boden, aufstehen, einen Fussangriff blocken und mit Faustschlägen kontern. Oder von beiden Seiten am Ärmel gerissen und sich mit zwei unterschiedlichen Techniken befreien, Abschluss mit Takedown. Mit diesen Übungen wurde den Teilnehmern einiges abverlangt, schnelles Denken war die Hauptvoraussetzung für die Effektivität.

Mit den Einsteigern ging es dann etwas gemächlicher weiter. Zum Aufwärmen wurden die Beinmuskeln und die Bauchmuskeln trainiert. Die erste Technik war das Zurückweichen und den Schwung des Angreifers dabei mitzunehmen, mit offener Hand und gestrecktem Arm ein deutliches Stoppsignal setzen. Danach spannten wir uns Gürtel über die Hüften. Der Vordermann musste in Kampfstellung versuchen vorwärts zu laufen. Der andere bremste ihn dabei mit dem Gurt ab. Das Vorwärtslaufen funktionierte jedoch nur, wenn der Schwerpunt richtig tief blieb. Danach, auch mit tiefer Kampfstellung, mussten die Teilnehmer sich gegenseitig zurückstossen. Um hier einen Erfolg zu erzielen war massgeblich, dass die Arme ganz am Körper angelegt wurden und die Vorwärtsbewegung aus der Hüfte erfolgte.

Danach zeigte ich ein paar wirkungsvolle Methoden gegen Schubsen, Packen des Kragens und gestossen werden. Ohne grossen Firlefanz galt es, den Angreifer zu Fall zu bringen, oder ihn dermassen stark zu stoppen, dass er es kein zweites Mal versuchen würde. Ausschlaggebend dabei war das Abdrehen der Hüfte und das Aufrechterhalten der Stabilität nach der Drehbewegung. Hoch konzentriert haben sich die Neueinsteiger die Techniken reingezogen und voller Begeisterung mitgemacht. Die Zeit verging im Fluge und wir können uns bereits wieder auf nächsten Mittwoch freuen, mir geht es jedenfalls so! 🙂

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Selbstverteidigungstechniken speziell für Frauen

Heute Abend gab es in der Krav-Maga-Schule einen speziellen Selbstverteidigungskurs mit auserwählten Techniken, welche von mir für Frauen optimiert worden sind. Zu Beginn diskutierten wir über das Bedürfnis der Frau zu mehr Sicherheit im Alltag. Die erwähnten Argumente fand ich sehr interessant. Ich hätte niemals gedacht, dass die Angst vor einem Überfall und Vergewaltigung bei vielen Frauen so allgegenwärtig ist. Auch die Angst vor dunklen Unterführungen und Tiefgaragen scheint latent vorhanden zu sein. Diese Erkenntnisse spornen mich an noch mehr derartige Kurse auszuarbeiten und anzubieten, denn der Angst kann gezielt begegnet werden, niemand muss sich hilflos fühlen!

Los ging es mit Lockerungsübungen, schliesslich sollte sich niemand verletzen! Gleich als erstes zeigte ich eine effiziente Deckungsmöglichkeit mit fast gleichzeitiger Bereitschaft um einen offenen Handschlag auszuführen. Also eine Deckung mit sofortigem Zurückschlagen / Konter. Dies übten wir mehrmals. Danach zeigte ich drei Schlagtechniken welche durch einen gezielten Ganzkörpereinsatz sehr wirksam sind. Wir übten intensiv Kniestösse und auch ein spezieller Stoppkick durfte nicht fehlen. Die drei Schlagtechniken und die zwei Fusstechniken wurden danach in den verschiedensten Verteidigungs-Situationen geübt. Bald einmal war allen klar, dass es zur Selbstverteidigung nicht viele Schlagkombinationen braucht. Drei Schlagtechniken perfekt, schnell und präzise ausgeführt, reichen aus, um sich wirkungsvoll vor einem Angreifer zu schützen. Wichtig ist jedoch die volle und konsequente Ausführung. Die gezeigten Techniken können die Frauen auch nach dem Kurs Zuhause weiter üben. Genau darum ging es mir auch! Ich wollte allen Teilnehmerinnen ein paar Techniken mitgeben welche sie auch nach dem Kurs selbständig üben und perfektionieren können.

Nicht nur Schläge wurden vorgezeigt und geübt, auch Befreiungstechniken müssen in einem seriösen Kurs ihren Platz haben. Wie befreit man sich gegen einen lästigen Betrunkenen? Wie befreit man sich, wenn man gewürgt wird? Auch die Verteidigung am Boden wurde geübt und alle Frauen haben sehr interessiert mitgemacht. Im Nu war die Zeit abgelaufen, wir haben sogar 30 Min. länger trainiert als vorgesehen war!

Am Schluss stand ich für Fragen zur Verfügung. Alle Teilnehmerinnen waren vom Kurs begeistert und werden eventuell sogar weiter bei uns trainieren. Wir werden es sehen. Generell hatten alle grossen Spass, auch wenn sich viele Krav-Maga-Selfprotect vorher total anders vorgestellt hatten! Wer mit einer Schinderei gerechnet hatte, war am Schluss von der Lockerheit, trotz des ernsten Themas, gepaart mit der klaren Struktur des Kursaufbaus angenehm überrascht.

Möchtet ihr noch mehr derartige Lektionen oder habt ihr generell Anregungen, was man in einem solchen Kurs zusätzlich anbieten könnte, dann lasst es mich wissen!

Hoffentlich auf bald!

Euer krav-süchtiger Peter

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